Aufklärungskampagne: Greenpeace schickt Atommüll auf die Reise durchs Netz

Dienstag, 01. November 2011
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Wenn vermutlich Ende November wieder ein Castortransport Richtung Gorleben rollt, wird es im Wendland wieder hoch hergehen. Demonstrierende Bauern, Aktivisten auf Gleisen und den Straßen, auf starke Bilder hoffende Journalisten und ganz viele Polizisten - Bilder, die die Republik seit Jahren kennt. Greenpeace verzichtet im Vorfeld auf solche Eindrucke. Stattdessen verbreitet die Umweltschutzorganisation einen Animationsfilm im Netz.
Das Video "Atommüll, Fukushima und die strahlende Kartoffelscheune" ist ein Werk im besten "Sendung-mit-der Maus-Stil". Statt Endzeitszenarien hat Filmemacherin Ariane Hildebrandt einen leichten, aber mit klaren Botschaften Spot geschaffen, in dem die Musik sehr konträr zum bristanten Inhalt der Castortransportbehältern steht.  Die Illustrationen stammen vom freien 3-D-Artist Christian Pundschus. Bislang haben User den Film allein auf Youtube über 10.000 Mal angeklickt. Zudem ist der Spot auf der Homepage und auf SKB-TV, einem kleinen Privatsender in Brandenburg zu sehen.

Der Film auf der Homepage und auf Youtube ist Teil einer Aufklärungskampagne, die Greenpeace in den vergangenen Tagen gestartet hat. Zwar hat die Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Die Frage der endgültigen Lagerung des Atommülls ist hingegen nach wie vor ungeklärt. Statt daher die Behälter wie bisher nach Gorleben zu transportieren und dort in einer Halle zwischenzulagern, sollte die Bundesregierung nach Ansicht der Organisation den Müll zunächst im Atomkraftwerk Philippsburg zwischenlagern. Dort sei eine bessere Lagerung möglich, bis der endgültige Standort eines atomaren Endlagers geklärt ist. mir  
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