Auf dem Ergo-Trip: HUK-Coburg entrümpelt Hausrat-Police

Montag, 11. April 2011
Bewerben wird die HUK das neue Regelwerk vorerst nicht
Bewerben wird die HUK das neue Regelwerk vorerst nicht

Es scheint sich zu einem Trend in der Versicherungsbranche zu entwickeln: einfachere und verständlichere Vertragsbedingungen. Die HUK-Coburg hat zusammen mit den Verbraucherschützern vom Bund der Versicherten (BdV) und dem ehemaligen Richter am Bundesgerichtshof und Versicherungsombudsmann, Professor Wolfgang Römer, die Geschäftsbedingungen ihrer Hausrats-Police entrümpelt. Ziel war es, für die Kunden das Vertragswerk transparenter und verständlicher zu gestalten. Das Pilotprojekt der HUK vollzog sich allerdings eher im Stillen und weit weniger aufmerksamkeitsstark als etwa die Klartext-Initiative von Ergo, die der Düsseldorfer Versicherer derzeit unter anderem im TV bewirbt.

Seit 1. April vertreibt die fränkische Assekuranz bereits das neue Produkt, das den Segen der Verbraucherschützer und des Ombudsmann genießt. Die Arbeit kann sich indessen sehen lassen. So hat das Projektteam ab Herbst 2009 unter anderem das Produktinformationsblatt von vier auf zwei Seiten gekürzt. Die in der Branche übliche Dreiteilung in Allgemeine und Besondere Versicherungsbedingungen sowie Klauseln beseitigten Ombudsmann und Verbraucherschützer gleich ganz. Schachtel- und Bandwurmsätze fielen ebenso der Sprachzensur zum Opfer wie unklare und passive Formulierungen. Zudem ist in den Vertrag ein kleines Nachschlagewerk mit den wichtigsten juristischen Fachbegriffen integriert. "Das Glossar ist eine Art Lexikon für den Hausgebrauch, das bisher kein anderer Versicherer hat", sagt Hartmuth Wrocklage, Vorstandsvorsitzender des BdV. Und ganz nebenbei hat das Unternehmen den Deckungsbeitrag für seine Police erhöht.

Trotz des verbesserten Kundennutzens wird die HUK das neue Regelwerk nach Informationen von HORIZONT.NET vorerst nicht bewerben. Ebenso ist offen, ob die Assekuranz weitere Policen entrümpelt. mir
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