Audi sagt Fackellauf-Aktion ab

Mittwoch, 16. April 2008
Der Autobauer tritt beim Fackellauf auf die Bremse
Der Autobauer tritt beim Fackellauf auf die Bremse

Wirbel um eine abgesagte PR-Aktion des Autobauers Audi am Mount Everest: Bei der Veranstaltung am Fuße des höchsten Berges der Erde wollte die VW-Tochter eigentlich ihren neuen Geländewagen Q5 in Szene setzen. Dass daraus nichts wird, will das Unternehmen allerdings nicht als Reaktion auf die Kritik am olympischen Fackellauf gewertet wissen. "Die Absage wurde schon vor zwei Monaten beschlossen und hat ausschließlich technische Gründe", sagt ein Sprecher der Premiummarke auf Anfrage von HORIZONT.NET.

Zuvor hatte bereits die Nachrichtenagentur dpa über die geplatzte Veranstaltung berichtet, die offenbar am gestrigen Dienstag im Basislager des Mount Everest stattfinden sollte. Nach Informationen der Agentur hängt der Verzicht auf das Event durchaus mit dem politischen Streit um den Fackellauf und die Lage in Tibet zusammen. "Wir wollen nicht noch Öl ins Feuer gießen", hieß es demnach aus informierten Kreisen zur Absage der Veranstaltung.

Der Audi-Sprecher betont, dass die Partnerschaft von Audi mit dem Pekinger Organisationskomitee der Olympischen Spiele (BOCOG) von der Absage nicht berührt ist und weiterhin besteht. Der Ingolstädter Autobauer stellt dem BOCOG, das auch für die Organisation des umstrittenen Fackellaufes verantwortlich ist, unter anderem Fahrzeuge der Baureihen A6 und Q7 zur Verfügung.
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