Astronaut wider Willen: Ägyptens Jugend will Mursi mit Axe in den Orbit schießen

Montag, 25. Februar 2013
Die Fotomontage mit Präsident Mursi im Raumanzug (Foto: Facebook)
Die Fotomontage mit Präsident Mursi im Raumanzug (Foto: Facebook)

Nach Red Bulls Stratosphären-Sprung steht mit Axe Apollo bald das nächste Weltraum-Abenteuer einer großen Konsumgütermarke bevor. Das zu Jahresbeginn gestartete und weltweit angelegte Projekt, bei dem Verbraucher einen Ausflug in die "unendlichen Weiten" des Alls gewinnen können, wird jetzt sogar von der ägyptischen Opposition genutzt. Die Organisation "Bewegung 6. April" will den unbeliebten Präsidenten Mohammed Mursi am liebsten in den Orbit schießen - und hat ihn kurzerhand für den Axe-Wettbewerb angemeldet. Auf ihrer Facebook-Seite ruft die Bewegung 6. April öffentlich dazu auf, bei dem Voting für Axe Apollo für Mohammed Mursi abzustimmen, um den Präsidenten auf diese Weise loszuwerden. Bebildert wurde der Aufruf mit einer Fotomontage, auf der Mursi in einem Astronautenanzug zu sehen ist. "Präsident Mursi - viel Glück auf ihrem Ausflug" endet der Aufruf, den die Organisation als friedliche Protestaktion gegen das Mursi-Regime verstanden wissen will.

Das Projekt Axe Apollo, das mit einer internationalen Werbekampagne (Kreation: BBH, London) begleitet wird, startete mit der Axe Apollo Space Academy. Für den Wettbewerb konnten sich Verbraucher aus mehreren Ländern anmelden. Die 50 Teilnehmer, die im Anschluss bei einem Online-Voting die meisten Stimmen erhalten, fliegen nach Florida ins AASA Space Camp. Dort entscheidet sich, welche 22 Kandidaten letztlich mit Axe ins Weltall fliegen dürfen. Laut Axe wird der Ausflug von SXC, einem Spezialisten für Weltraumreisen durchgeführt. mas
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