Astra etabliert sich jenseits des Weißwurstäquators

Montag, 09. Juli 2012
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Die Kultmarke aus Hamburg macht derzeit eine äußerst erfreuliche Entdeckung: Auch im Süden Deutschlands haben immer weniger Biertrinker was dagegen, wenn es Astra zu trinken gibt. Wie von HORIZONT.NET schon gemeldet, startete die Vertriebsausweitung im Mai mit einem Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen und ausgewählten süddeutschen Standorten. Jetzt rollt die nächste Kampagnenwelle mit dem neuen Plakat "Der kommt aus gutem Hause" an. Noch beschränkt sich die Tochtermarke der Holsten-Brauerei (Carlsberg Gruppe) auf ausgewählte Metropolregionen, doch ist zumindest perspektivisch eine flächendeckende Präsenz in ganz Deutschland angedacht. "Wenn es uns gelingt, immer mehr Standorte in unser Vertriebsnetz einzubeziehen, ist das durchaus denkbar", bestätigt eine Unternehmenssprecherin.

Die Expansion ist für Carlsberg Deutschland auch mit Blick auf das Gesamtportfolio sinnvoll. Denn der Brauereikonzern verfügt derzeit in Deutschland über kein Bier, das aktuell das Potenzial zu einer nationalen Marke hätte. Bisher fiel diese Rolle der größten heimischen Konzernmarke, Holsten, zu. Doch Holsten hat sich nach dem im Frühjahr abgeschlossenen Markenrelaunch selbst eine Auszeit verordnet und konzentriert sich auf sein norddeutsches Kernland.

Astra weist dagegen eine klare Positionierung als Undergroundmarke mit starker Affinität zu jüngeren Konsumenten auf. Bisher ist die Nische des "jungen" Bieres unter den bundesweit aktiven Marken noch nicht besetzt. Sollte Astra allerdings von der Marktpäsenz in diese Liga aufsteigen, käme auch für die betreuende Kreativagentur Philipp und Keuntje eine große Herausforderung zu. Denn spätestens dann würde die aktuelle Plakatkampagne nicht mehr ausreichen und müssten die Markenverantwortlichen ernsthaft über TV-Werbung nachdenken. cam
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