Apple: Preise für iAd-Werbung im Sinkflug

Montag, 17. Oktober 2011
Apple senkt die Preise für sein Werbenetzwerk
Apple senkt die Preise für sein Werbenetzwerk

Die Preise für die Mobil Advertising Plattform iAd von Apple waren seit jeher alles andere als Schnäppchen. Unter einem siebenstelligen Werbevolumen war nichts zu machen. Doch so richtig vom Fleck kam die Werbelösung auch nicht. Weil es mit der Nachfrage hapert, geben die Preise nun weiter nach. Zwischenzeitlich senkte Apple den Einstiegspreis auf 500.000 US-Dollar, sowie auf Paketpreise mit einem Einstiegsvolumen von 300.000 Dollar. Nun ist sogar von Preisen um die 200.000 Dollar die Rede.

Mit dem gesunkenen Mindestbuchungsvolumen will Apple auch Werbungtreibende jenseits der Global Player ansprechen, die für internationale Kampagne eher das verlangte Werbevolumen bereitstellen konnten.

Neben dem Budget schrecken viele Kunden aber auch das Mitspracherecht von Apple bei den Kreationen ab. Auch die fehlende Transparenz und Kontrolle, wo und wann die Werbung erscheint, werden kritisiert. Das Luxuslabel Chanel und Sportartikler Adidas zogen geplante Kampagnen wieder zurück. Hinzu kommt ein umständliches Buchungsverfahren über die Londoner Zentrale.

Immerhin hat der Unilever-Konzern gerade einen einjährigen Folgevertrag mit dem Apple-Vermarktungsnetzwerk iAd unterzeichnet. Nach Angaben von Unilever haben die ersten Kampagnen für Marken wie Dove, Knorr und Lynx über iAd eine durchschnittliche Markenbeschäftigung von 77 Sekunden auf europäischen Märkten erzeugt.

iAds erlauben interaktive Werbung in einer App auf Smartphones. Anders als bei klassischen Anzeigeneinblendungen wird die Werbung mit einem kleinen Icon in einer Applikation angezeigt und per Fingertipp auf dem Smartphone ausgelöst. Dann startet eine interaktive Werbung, die Videos, Spiele, Coupons oder Diashows enthalten kann. Der Nutzer wird nicht zum Browser umgeleitet, sondern bleibt in der ursprünglich gestarteten App. ork
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