Apotheker wollen Werbeverbot für rezeptpflichtige Medikamente erhalten

Mittwoch, 10. August 2011
Die Apotheker sind gegen Werbung für rezeptpflichtige Medikamente
Die Apotheker sind gegen Werbung für rezeptpflichtige Medikamente

Der Bundesverband Deutscher Apothekenverbände erteilt den Plänen von EU-Behörden, das Werbeverbot für rezeptpflichtige Medikamente zu lockern, eine klare Absage. Werbung bei Patienten sei nicht sinnvoll, sagt der Vizepräsident des Verbands Friedemann Schmidt im Gespräch mit der "Apotheken Umschau". Die Begründung liefert der Verbandsmann gleich mit: "Patienten sehen nur den versprochenen Nutzen, nicht aber die Risiken", sagt er. Zudem könnte der Kranke dann mit seiner Erwartungshaltung, Druck auf den Arzt ausüben. Allerdings würde die seit kurzem zulässige Darstellung von Verpackungen und Beipackzettel im Internet durch die Hersteller die Grenze zur Werbung noch nicht überschreiten. Zumal diese Informationen nach Anordnung des Europäischen Gerichtshofs nur Usern zugänglich sind, die selbst danach gezielt suchen.

Dass es für die Industrie von Nutzen ist, Werbung zu schalten, bestreitet er in dem Gespräch mit dem Titel aus dem Wort und Bild Verlag nicht. In den USA und Neuseeland, den einzigen Ländern ohne entsprechende Werbeverbote, gingen die Umsätze stark nach oben, sobald ein Medikament beim Patienten direkt beworben wird. mir
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