Anzeigenzoff in den USA: AT&T und T-Mobile zicken sich in Zeitungen an

Freitag, 08. März 2013
Das Anzeigenmotiv von T-Mobile USA
Das Anzeigenmotiv von T-Mobile USA
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Kleiner Blick zurück: 2011 wollte die Telekom das US-Geschäft von T-Mobile an  den größeren Wettbewerber AT&T verkaufen. Doch die Federal Communications Commission (FCC) hatte etwas gegen den Deal. Seitdem sind die beiden wieder im Wettbewerb miteinander. Und davon profitieren derzeit auch die US-Medien. Die beiden Konkurrenten ärgern sich gegenseitig mit Anzeigen in Tageszeitungen. Auslöser dürfte die Bemerkung von John Legere  bei der Consumer Electronics Show (CES) im Januar gewesen sein. Der CEO von T-Mobile USA gab damals zum Besten, dass sein Netz in New York City schneller sei als das von AT&T oder Verizon. Die Antwort von AT&T kommt knapp acht Wochen später in Form von Anzeigen in Titeln wie "New York Times", "Wall Street Journal" oder "USA Today". Laut den Motiven haben die Kunden von T-Mobile doppelt so häufig mit unterbrochenen oder gar nicht erst zustande gekommenen Anrufen zu kämpfen, außerdem sei der Download nur halb so schnell. Deshalb rät die klein gedruckte Fußzeile "Don't be fooled by their misleading claims. For the better network experience, count on AT&T".

Auch wenn sich die Nummer 4 auf dem USA-Markt über die Attacke von AT&T geärgert haben dürfte, offiziell nimmt man es sportlich. So erklärt T-Mobile-CMO Mike Sievert gegenüber Bloomberg, dass es ihn freue, dass der Konkurrent so viel Geld ausgegeben habe, um den Namen T-Mobile zu veröffentlichen. Und seit heute freut es T-Mobile nicht nur, die Telekomtochter hält mit Anzeigen dagegen. Die Headline einer von drei Anzeigen lautet sinngemäss: "Wenn AT&T unser Netzwerk so schlecht findet, warum wollten sie es dann kaufen?" mir
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