Anti-Immigrationstrategie: Zeigen, wie sch… Britannien ist

Mittwoch, 30. Januar 2013
An Ideen für Kampagnen, die das Königreich aufs Korn nehmen, mangelt es den Briten nicht. Quelle: thedrum.com
An Ideen für Kampagnen, die das Königreich aufs Korn nehmen, mangelt es den Briten nicht. Quelle: thedrum.com

Wie lassen sich Rumänen und Bulgaren davon abhalten, auf die Insel zu kommen? Darüber denkt die britische Regierung derzeit nach. Eine Möglichkeit: Abschreckende Werbekampagnen, die die hässliche Seite des Landes zeigen. Argumente, die gegen das Königreich sprechen, gibt es einige. Der Regen beispielsweise, wenig Arbeit, und die auch noch schlecht bezahlt. Britische Minister ziehen die Möglichkeit einer Negativ-Werbung ernsthaft in Erwägung. Wie der "Guardian" berichtet, habe ein Regierungsmitglied die Anti-Werbung damit begründet, "sie würde den Eindruck korrigieren, die Straßen (Englands) seien mit Gold gepflastert".

Die britische Regierung fürchtet eine verstärkte Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien, wenn die bisherigen Freizügigkeitsbeschränkungen nicht mehr gelten. Prognosen gehen von 250.000 Migranten in den kommenden fünf Jahren aus. Andere nennen höhere Zahlen. Ein Sprecher von Premierminister David Cameron sagte, sein Chef wolle Schaden vom britischen Arbeitsmarkt aufgrund einer "fresh flood of migrants" abwenden. Rumänen und Bulgaren gehören seit Anfang 2007 zur Europäischen Union. Die Arbeitsbeschränkungen für die Bürger der beiden Länder sollen spätestens bis Ende 2013 aufgehoben werden.

Bislang ließ die Regierung nichts darüber verlauten, wie so eine Anti-Einwanderungskampagne aussehen soll. Angesichts der Millionen Pfund, die Großbritannien für Imagekampagnen ausgegeben hat und die das Land in einem glanzvollen Licht erscheinen lassen sollen, erscheint eine Negativkampagne jedoch kontraproduktiv. Gründe, die Insel zu meiden, gibt es allerdings einige, meinen viele Briten. fo
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