Anteil der Werbeinvestitionen auf Rekordtief

Dienstag, 27. Mai 2008
ZAW-Präsident Michael Kern befürchtet eine Werbe-Rezession
ZAW-Präsident Michael Kern befürchtet eine Werbe-Rezession

Der deutsche Werbemarkt ist im Jahr 2007 lediglich um 1,8 Prozent auf 30,78 Milliarden Euro gestiegen. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) befürchtet für das laufende Jahr einen weiteren Rückgang. "Die Gefahr wächst, dass der deutsche Werbemarkt erneut in die Rezession abgleitet", sagte ZAW-Präsident Michael Kern. Mit einem Anteil von nur noch 1,27 Prozent liegt der Anteil der Investitionen in klassische Werbung am Bruttoinlandsprodukt auf dem niedrigsten Wert seit Gründung der Bundesrepublik.

Als Ursachen für den schwächelnden Werbemarkt macht der ZAW die Veränderungen von Medienstruktur und -nutzung aus, den sozialen und demografischen Wandel der Konsumenten sowie die branchenspezifische Werbezensur der EU.

Die 13 vom ZAW erfassten Mediengruppen hatten an den gesamten Investitionen in Werbung einen Anteil von netto 20,76 Milliarden Euro - ein Wachstum von nur 2 Prozent (Vorjahr: 2,6 Prozent). Innerhalb der Mediengruppen hat sich laut ZAW bisher keine Verlagerung auf das Internet ergeben. Die Tageszeitungen sind mit 22 Prozent und 4,567 Milliarden Euro immer noch die stärkste Gattung, gefolgt von Fernsehen (20 Prozent) und Werbung per Post (16 Prozent).

Die werbeintensivste Branchen war 2007 laut Nielsen Media Research der Handel mit Brutto-Werbeinvestitionen von 2,6 Milliarden Euro (plus 9,5 Prozent).
Meist gelesen
stats