Anheuser-Busch: Mehr Geld für Bud und Co

Montag, 19. November 2007

Der weltweit drittgrößte Bierproduzent, die in St. Louis ansässige Anheuser-Busch-Gruppe, wird im kommenden Jahr die Werbeausgaben erhöhen. Einem Bericht des "Wall Street Journal" ("WSJ") zufolge sollen die vier Hauptmarken verstärkt, Nebenmarken dagegen weniger beworben werden. Nun werden die Sorten Budweiser, Bud Light, Michelob und Michelob Ultra im Zentrum der Maßnahme stehen. Allein das Volumen der neuen Kampagne für die Michelob-Sorten soll 30 Millionen US-Dollar (rund 20,48 Millionen Euro) betragen; die Agentur Euro RSCG Worldwide werde dafür die traditionelle Brauart der Michelob-Marken in den Vordergrund der Kampagne stellen, so das "WSJ". Bisher bestätigte Euro RSCG diese Nachricht auf HORIZONT.NET-Nachfrage aber noch nicht. Insgesamt werde der Werbeetat für die beiden Zugpferde Budweiser und Bud Light um 70 Millionen Dollar (rund 47,758 Millionen Euro) erhöht. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters verkaufte das Unternehmen weltweit insgesamt 125 Millionen US-Barrel Bier - das entspricht etwa 149 Millionen Hektoliter. In den vergangenen 100 Jahren hatten Anheuser-Busch und die tschechische Brauerei Budejovicky Budvar lange Prozesse wegen der ungeklärten Rechte an der Marke Budweiser geführt. Der Staatsbetrieb soll möglicherweise in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Im Herbst war spekuliert worden, dass der US-Konzern die tschechische Brauerei übernehmen wolle. Nach Angaben der "Prager Zeitung online" läuft bis Mitte Dezember eine Ausschreibung über einen Beratungsauftrag, der auch "den Schutz der Markenrechte" beinhaltet. Mit seinen nach Unternehmensangaben etwa 1,25 Millionen Hektoliter Ausstoß ist das tschechische Unternehmen verglichen mit Anheuser-Busch ein Zwerg. tk

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