Angriff auf Apple: Wie Microsoft seinen iPad-Konkurrenten Surface positioniert

Mittwoch, 17. Oktober 2012
Das Surface ist ab 26. Oktober für Preise ab 479 Euro erhältlich
Das Surface ist ab 26. Oktober für Preise ab 479 Euro erhältlich

Kein Unternehmen hält die Fachwelt und die Medien zurzeit derart in Atem wie Microsoft. Beinahe täglich sickern neue Info-Häppchen zum riesigen Produkt- und Werbefeuerwerk durch, das der Softwareriese in den kommenden Monaten im Zuge der Einführung von Windows 8 abbrennen will. Heute hat Microsoft endlich Details zu seinem im Sommer angekündigten iPad-Konkurrenten Surface vorgestellt. In dem ersten TV-Spot feiert Microsoft die Tablet-Einführung mit einer wahren Tanzorgie.


Während das Produkt selbst doch stark an das iPad erinnert, ist die Werbung für Microsoft Surface so gar nicht mit der von Apple vergleichbar. Während in den iPad-Spots stets jedes Produktdetail ausführlich gewürdigt und von einem Sprecher erklärt wird, geht Microsoft in seinem Commercial lediglich zu Beginn kurz auf die Touch- und Type-Cover ein, mit denen Surface-Nutzer wie auf einer klassischen Tastatur schreiben können. Die Break-Dance- und sonstigen Tanzeinlagen, die danach kommen, erinnern eher an ein Musical.

Preislich orientiert sich Microsoft dann wieder stärker an Apple. In Deutschland, wo das Surface am 26. Oktober in den Handel kommt, müssen Kunden für das 32-GB-Modell 479 Euro berappen. Das neue iPad mit derselben Festplatte ist zwar einen Hunderter teurer. Allerdings ist das Vorläuferprodukt iPad 2 mit 16 GB bereits für 399 Euro zu haben. Vor dem Hintergrund, dass das Surface im Paket mit dem passenden Touch Cover in schwarz ebenfalls 579 Euro und in der 64-GB-Version 679 Euro kostet und ein Type-Cover mit weiteren 129,99 Euro zu Buche schlägt, dürften sich viele Tablet-Fans überlegen, ob sie sich für das Surface oder doch das bewährte Original (iPad) entscheiden.

Allerdings gibt es durchaus Zielgruppen, die für die Argumente von Micrsoft offen sein könnten. Vor allem die Tatsache, dass Surface neben den Standards wie zwei Kameras und W-Lan mit den weit verbreiteten Programmen wie Microsoft Word, PowerPoint, Excel and OneNote ausgestattet ist und das Display mit 10,6 Zoll etwas größer ist als das des iPad (9,7 Zoll), könnte ein Kaufargument sein. Hinzu kommt, dass das Surface - anders als das iPad - mit einem USB-Port ausgestattet ist und somit den Austausch von Daten erleichtert. Selbst Apple-Fans haben diese Manko beim iPad immer wieder kritisiert. mas
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