Analysten achten bei Bewertung auf Firmenimage

Mittwoch, 15. März 2006

Bei der Bewertung eines Unternehmens achten Finanzanalysten vor allem auf sein Image sowie die wahrgenommene Kompetenz des Führungsteams. Das zeigt eine weltweite Befragung von Analysten durch die PR-Agentur Hill & Knowlton, Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut MORI. Neben dem Finanzergebnis (87 Prozent) wurden die weichen Faktoren "Qualität des Führungsteams" (86 Prozent) sowie "Einhaltung von Erfolgsversprechen" (85 Prozent) von den 282 Teilnehmern nahezu global als die wichtigsten Einflussfaktoren auf Investitionsempfehlungen genannt. Dabei erreichte die Qualität des Führungsteams mit 42 Prozent das höchste Ergebnis in der Kategorie "extrem wichtig". Nach Einschätzung der Analysten steht das Unternehmensimage in direktem Zusammenhang mit dem Aktienwert. Mehr als 90 Prozent der Befragten sind der Meinung, ein Unternehmen, das Aspekte des Unternehmensansehens und -auftrittes vernachlässige, werde letztlich auch wirtschaftlich darunter leiden.

Zu einem positiven Image bei Analysten tragen neben den materiellen Faktoren besonders transparente Auskünfte sowie eine konsistente Kommunikation bei. Eine klare Strategie und das Erreichen von Etappenzielen innerhalb dieser Strategie wurden als wichtigste Inhalte der Kommunikation gegenüber Investoren eingestuft. "Die Studie zeigt, dass sich international agierende Unternehmen durch bewusste, strategische Kommunikation und nachhaltige Imagepflege Wettbewerbsvorteile verschaffen können. Meiner Einschätzung nach eröffnen sich hier besonders für deutsche Unternehmen große Potenziale", kommentiert Michael T. Schröder, CEO von Hill & Knowlton Deutschland, die Ergebnisse.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 30. September und 3. November 2005 insgesamt 282 Telefoninterviews mit Verkaufs- und Kaufanalysten mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung geführt. mas
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