Amazon trennt sich von einem weiteren Dienstleister

Dienstag, 19. Februar 2013
Amazon trennt sich vom zweiten Dienstleister innerhalb von zwei Tagen (Bild: Amazon)
Amazon trennt sich vom zweiten Dienstleister innerhalb von zwei Tagen (Bild: Amazon)


Amazon zieht weitere Konsequenzen aus der kritischen ARD-Reportage. Nachdem der Webhändler sich gestern von einer schwer unter Beschuss geratenen Sicherheitsfirma getrennt hatte, wird nun einem weiteren Dienstleister gekündigt. Es handelt sich dabei um die Firma, die für die Unterbringung von Zeitarbeitern in der Ferienanlage namens Seepark Ost verantwortlich war. Amazon sei verantwortlich dafür, dass alle Beschäftigten in den Logistikzentren jederzeit sicher seien und mit Respekt und Würde behandelt würden, heißt es in einem Statement, das Amazon per Mail und via Facebook verbreitete. "Es ist uns eindeutig nicht gelungen, die Einhaltung unserer hohen Standards auch durch den Dienstleister, der für Unterbringung, Transport und den Einsatz der Sicherheitskräfte verantwortlich war, zu gewährleisten. Aus diesem Grund beenden wir unsere Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen", heißt es weiter.

Gestern hatte sich Amazon bereits von dem Sicherheitsdienst Hensel European Security Services (H.E.S.S.) getrennt. Mitarbeiter der Firma waren in dem ARD-Bericht durch schikanierendes Verhalten den Leiharbeitskräften gegenüber aufgefallen, zudem sollen Angehörige des Sicherheitsdienstes Verbindungen in die rechte Szene haben. H.E.S.S. hat diese Vorwürfe in einer Presseerklärung zurückgewiesen und seine weltanschauliche Neutralität versichert.

Die Amazon-Doku beschäftigt mittlerweile auch die Politik. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen etwa drohte der Leiharbeitsfirma aus dem Bericht mit Lizenzentzug. ire
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