Alpecin beglückwünscht Volker Bouffier zu seiner Haarpracht

Dienstag, 19. März 2013
Alpecin wirbt für sein Power Grau Shampoo. Foto: obs/Dr. Kurt Wolff
Alpecin wirbt für sein Power Grau Shampoo. Foto: obs/Dr. Kurt Wolff

Die Idee musste etwas reifen. Schon im Januar war Alpecin-Chef Eduard R. Dörrenberg aufgefallen, dass Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) irgendetwas mit seinen Haaren angestellt haben muss. Und zwar zum Besseren, wie Dörrenberg findet. Dafür hat er Bouffier jetzt mit einer Anzeige in der Berliner Ausgabe der "Bild"-Zeitung belohnt. "Kompliment, Herr Ministerpräsident!", heißt es auf dem von der Brandmeyer Markenberatung gestalteten Motiv, dass einmalig am Montag erschienen ist (Mediaplanung: Carat). In dieser Woche weilt der 62-jährige Politiker anlässlich einer Sitzungswoche in der Hauptstadt. Das Haar des Ministerpräsidenten habe seinen Gelbstich verloren und strahle nun in einem attraktiven Grau - diesen Eindruck vermittelt jedenfalls die Anzeige. Als Grund für die "tolle optische Veränderung" vermutet das Alpecin-Team, dass Bouffier neuerdings ein Produkt der Marke verwendet.

Danach sieht es aufgrund einer "Bild"-Recherche allerdings nicht aus. Schon 2011 habe Bouffier verraten, dass er sich aufgrund einer Empfehlung seiner Ehefrau seine einstmals blonden Haare getönt habe. Den Aufheller benutze er aber schon seit Mitte vergangenen Jahres nicht mehr. Weshalb Bouffier jetzt besser aussehen soll, bleibt also vorerst ein Geheimnis. Die gute Nachricht für Alpecin: Laut "Bild" will Bouffier nicht gegen die Werbung vorgehen, im Gegenteil, er glaube von ihr als "guter PR" zu profitieren.

Mit der Aktion entpuppt sich Dörrenberg als Wiederholungstäter. Der geschäftsführende Gesellschafter des Bielefelder Unternehmens Dr. Kurt Wolff (Alpecin, Plantur, Biorepair) hatte sich schon 2002 im Fall der angeblich gefärbten Haare des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder zu einer ähnlichen Anzeige hinreißen lassen. Damals ließ Dörrenberg, der bei seiner Firma für Marketing, Vertrieb und Entwicklung zuständig ist, Motive in der "Bild" und der "Süddeutschen Zeitung" drucken. Sie zeigten Schröder mit rotgefärbten Haaren und der Zeile "Mensch ärgere Dich nicht: Hauptsache volles Haar, Gerhard!" fo
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