Alpecin Cosmetic gratuliert dem Bundeskanzler zu vollem Haar

Freitag, 17. Mai 2002
-
-

Zeitgleich zur Entscheidung des Hamburger Landgerichts im Rechtsstreit um das angeblich gefärbte Haar von Bundeskanzler Gerhard Schröder hat Alcina Cosmetic eine einmalige Print-Kampagne mit einem Motiv Schröders gestartet. Das Kosmetikunternehmen will damit die Verjüngung seiner Marke "Alpecin" unterstützen und im Rahmen der Diskussion um die Haarfrage des Kanzlers Stellung beziehen.

Die in der "Bild"-Zeitung und der "Süddeutschen Zeitung" gedruckten Motive zeigen den Kanzler mit rotgefärbtem Haar unter der Headline "Mensch ärgere Dich nicht: Hauptsache volles Haar, Gerhard!" Die Anzeigenschaltungen, die einen Wert im sechstelligen Euro-Bereich repräsentieren, sollen ein möglichst breites männliches Publikum ansprechen.

Angst vor einem gerichtlichen Nachspiel hat Eduard R. Dörrenberg, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb von Alcina, nicht: "Wir haben noch nichts Negatives aus dem Kanzleramt gehört. Sicherlich nimmt Gerhard Schröder die Sache mit Humor". Dörrenberg hatte bereits Ende 2000 einen Schwenk eingeleitet, um seine Marke Alpecin zu verjüngen (HORIZONT 44/2000). Entsprechend hat der Enkel des Firmengründers Kurt Wolff das Produktdesign umgestaltet und sich von seinem Testimonial Henry Maske verabschiedet.

Im Zentrum der für jährlich rund 9 Millionen Euro geschalteten TV-Spots stehen jetzt Motorboote und Autos, die eine sportlich dynamische Männerwelt kommunizieren sollen. "Innerhalb unserer Marketingstrategie stellt die Schröder-Kampagne somit lediglich eine Spitze dar", erklärt Dörrenberg. Die TV-Spots und die Schröder-Kampagne wurden von Alcina in Zusammenarbeit mit der Hamburger Agentur Pahnke Markenmacherei realisiert.

Im Rechtsstreit um Gerhard Schröders angeblich gefärbte Haare hat der Bundeskanzler unterdessen Recht bekommen. Die Pressekammer des Hamburger Landgerichts untersagte der Nachrichtenagentur DDP, weitere Meldungen über Schröders angeblich gefärbte Haare zu verbreiten.
Meist gelesen
stats