Allianz startet Imagekampagne

Montag, 18. Oktober 2010
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Sie ist lange erwartet worden, ab heute ist sie on Air. Die Allianz startet in Deutschland ihre Imagekampagne. Mit dem Auftritt im neuen Corporate Design beendet der Versicherungsriese seinen werblichen Dornröschenschlaf nach Finanzkrise, Agenturpitch und Selbstfindungsphase.
Im Mittelpunkt der Kampagne stehen echte Kunden mit ihren persönlichen Erfahrungen und Schicksalen. Insgesamt schickt die Allianz im ersten Flight acht TV-Spots auf die Reise, neun weitere Bewegtbildgeschichten findet der User auf der neugestalteten Homepage. Ihnen allen ist eines gemeinsam: Kunden erzählen sehr authentisch ihre Erlebnisse mit der Allianz bei Unfällen und Schicksalsschlägen. Das mag nach dem Schwenk in der Finanzkommunikation - weg von den Produkten hin zu mehr Verbraucherfokus - erstmal niemand so wirklich überraschen. Gleichwohl besticht die Konsequenz, mit der die Allianz und Grey als neue Leadagentur das Thema angehen.

Die Fälle sind teilweise dramatisch und aktuell, wie etwa die Geschichte eines Cafebesitzers, dem die Flutkatastrophe in Sachsen fast die Existenz wegschwemmt. „Wir zeigen Versicherungsfälle aus dem Leben, denn Erfahrungen sind mehr wert als jede Theorie", erklärt Bernd Heinemann, Vorstand Marktmanagement der Allianz Deutschland. Dass dabei die einzelnen Produkte der Assekuranz weit in den Hintergrund rücken, nimmt das Münchner Traditionsunternehmen bewusst in Kauf. Die Nähe der Vertreter, die schnelle Hilfe, die Aussagen der Kunden sollen für sich sprechen.

Die neue Ausrichtung ist Teil einer globalen Kampagne, die dennoch mit sehr starken regionalen Bezügen arbeitet. Bereits im September startete die Allianz in den USA, dann folgten Länder wie Ungarn, Slowakei und Österreich. "Unser Ziel ist es, die Allianz als vertrauensvollen Partner zu positionieren und gemeinsam mit unseren Kunden das Potenzial einer der stärksten Finanzgemeinschaften der Welt zu nutzen. Deshalb lautet unsere globale Kommunikationsidee: Wissen und Erfahrungen teilen", sagt Christian Deuringer, Head of Global Brand Management der Allianz.

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Mehr zur Imagekampagne der Allianz lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 42/2010 , die am 21. Oktober 2010 erscheint.


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Hierzulande konzentriert sich der Auftritt vor allem auf reichweitenstarke Privatsender, die ARD sowie einen starken Online-Fokus. Printanzeigen und Radio fehlen dagegen in der ersten Welle völlig. Dafür kommen flankierend Plakate, Kino und eine Flughafenkampagne mit internationaler Ausrichtung zum Einsatz. Über das eingesetzte Budget schweigt sich die Versicherung traditionell aus. Allerdings dürfte der finanzielle Einsatz bei einem mittleren achtstelligen Eurobetrag liegen. Immerhin verrät die Allianz eines: Der Online-Anteil am Etat liegt zwischen 20 bis 30 Prozent.

Damit lässt das Unternehmen den Ankündigungen eines Shifts von Print nach Online auf der Dmexco jetzt erstmals Taten folgen. Und das muss nicht das Ende sein. Je nachdem, welche Zielgruppe angesprochen werden soll, kann sich der digitale Anteil noch weiter erhöhen. Gleichwohl schließt die Allianz für die Zukunft nicht kategorisch Printanzeigen aus. Für die Planung und Schaltung ist Mediacom zuständig. Die Produktion lag bei Element E. mir
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