Airline-Werbung im Netz: EU-Kommissarin Kuneva gibt eine Frist von einem Jahr

Donnerstag, 08. Mai 2008
Spricht ein Machtwort gegen verbraucherfeindliche Airline-Websites
Spricht ein Machtwort gegen verbraucherfeindliche Airline-Websites
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In den letzten sieben Monaten untersuchten Behörden von EU-Mitgliedsländern sowie Norwegen 386 Websites von Airlines. Gegen jede dritte Homepage wurde aus verbraucherrechtlicher Sicht ermittelt. Nun droht die zuständige Kommissarin den Fluggesellschaften. "Es ist nicht hinnehmbar, dass jeder dritte Verbraucher, der online ein Flugticket buchen will, geschröpft, irregeführt oder verwirrt wird", so EU-Verbraucher-Kommissarin Meglena Kuneva. Vor allem aus EU-Sicht irreführende Werbung bei 58 Prozent der Websites will die Kommission unterbinden. Auch wenn mehr als die Hälfte der 137 beanstandeten Websites inzwischen korrigiert wurden, ist Brüssel damit nicht zufrieden.

"Meine Botschaft an die Unternehmen ist klar: Entweder sie handeln jetzt, oder wir werden handeln. Wenn uns bis zum 1. Mai nächsten Jahres keine glaubhaften Beweise für Verbesserungen dieser Verkaufs- und Marketingpraktiken in der Flugverkehrsbranche vorliegen, haben wir keine Wahl mehr; dann müssen wir eingreifen", droht Kuneva. Schließlich attestierten ihre Beamten "in der gesamten Flugverkehrs-Branche gravierende und anhaltende Verbraucherprobleme".

Eine der Hauptwaffen der EU scheint die Öffentlichkeit zu sein. Die Kommission wolle die Entwicklungen im Flugverkehrssektor im kommenden Jahr weiter beobachten und "prüfen, ob weiterer Handlungsbedarf besteht." Im Laufe des Jahres 2008 würden aktualisierte Daten über die Durchsetzung auf einzelstaatlichen Websites veröffentlicht, auf die man über die Homepage "Verbraucherangelegenheiten" der Kommission zugreifen könne. So sieht aus EU-Sicht eine angemessene Information der Kunden aus. tk

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