Airline Etihad wächst und fragt "Warum?"

Dienstag, 19. Juni 2012
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Etihad Airways, die staatliche Fluggesellschaft aus Abu Dhabi, hat eine weltweite Werbekampagne gestartet. "Warum" lautet der recht einfach gehaltene Titel. Warum also sind in den vergangenen fast neun Jahren mehr als 40 Millionen Menschen mit der Airline geflogen? Aus dem TV-Spot selbst geht die Antwort nicht hervor. Den Film hat die Agentur M&C Saatchi entwickelt, die erst seit kurzem weltweit für Etihad arbeitet. Die Produktion übernahm die dem Star-Regisseur Ridley Scott gehörende Firma RSA Films. In dem Werk jagt eine A 340 der Fluggesellschaft im Tiefflug zweimal über den Strand der Insel Saadiyat. „Insel des Glücks" heißt das 500 Meter vor Abu Dhabi gelegene Eiland übersetzt, und die Begeisterung von Urlaubern über die Flieger dürfte sich angesichts des Lärms und vibrierender Kaffeetassen realistischerweise in Grenzen halten. Im Spot allerdings bleiben sie gelassen. Stattdessen liest ein Junge die Aufschrift auf dem hinter dem Flugzeug flatternden Werbebanner vor: In ihrer achtjährigen Firmengeschichte seien also mehr Leute zu Etihad gewechselt als in der Geschichte der Luftfahrt zu irgendeiner anderen Airline. Die zweite Maschine zieht dann das „Warum?" hinter sich her. Der Spot führt im Abspann zur Microsite www.etihad.com/why, wo die Antwort auf die Frage liegen mag.

Das TV-Commercial gibt's unter anderem auf Englisch, Chinesisch und Arabisch zu sehen, wobei der Airbus in der arabischen Version von links nach rechts kreuzt. Er läuft in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika sowie in einigen ausgewählten Ländern, darunter Indien und Australien. In Deutschland, wo der Spot zum Beispiel auf N-tv zu sehen ist, hat Etihad unterdessen seinen Drei-Jahres-Vertrag mit der Agentur Fleishman-Hillard auslaufen lassen. Eine neue PR-Agentur ist benannt, ihren Namen wollte Etihad-Kommunikationsmanager Niall Doheny jedoch noch nicht verraten.

Etihad hat sich hierzulande einen Namen als Großaktionär der angeschlagenen Airline Air Berlin gemacht. Die Araber stiegen Ende vergangenen Jahres bei dem von Ex-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn geführten Unternehmen ein. fo
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