Air Berlin kündigt Billigflieger-Allianz an

Dienstag, 17. Januar 2006

Joachim Hunold, Chef von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft Air Berlin, sucht nach neuen Wegen, der Lufthansa Paroli zu bieten. Denkbar sei eine noch engere Kooperation mit den Fluggesellschaften DBA, Germania sowie Hapagfly, berichtet die "Welt". Daraus könne laut Hunold mittelfristig ein Verbundsystem "unterhalb der Fusionsebene" entstehen. Neben dem Ausbau von Gemeinschaftsflügen auf bestimmten Routen sei die Anerkennung der Vielfliegerprogramme sowie eine Zusammenarbeit bei der technischen Wartung der Flotte denkbar. Air Berlin macht zu Details und einem möglichen Zeitplan keine Angaben.

Schon jetzt sind die vier Fluggesellschaften miteinander verbunden: Mit der TUI-Tochter Hapagfly betreibt Air Berlin seit Jahren ein Codesharing, die Homepages von DBA und Air Berlin sind seit kurzem miteinander verlinkt. Bei Germania soll Hunold das Management übernehmen. Germania-Eigner Hinrich Bischoff war im November überraschend verstorben und hatte überraschend den persönlichen Konkurrenten Hunold testamentarisch zum Nachfolger ernannt. pap

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