Afrikaner sollen mit Schock-Film von illegaler Einwanderung abgehalten werden

Dienstag, 27. November 2007
Eine Anzeige der Kampagne
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Ein von der Schweizerischen Einwanderungsbehörde und der EU finanzierter Film erregt derzeit die Gemüter. Der Spot, den das in Bern ansässige Bundesamt für Migration finanzierte, wurde zudem während der Halbzeitpause im Fußball-Länderspiel Schweiz - Nigeria in dem afrikanischen Land im TV ausgestrahlt. Der Film kontrastiert das Leben auf dem afrikanischen Kontinent und Europa in scharfer Weise: Ein Emigrant ruft seinen Vater an. Der sitzt - im Gegensatz zu dem jungen Mann - in der trauten Stube, während ihn der Sohn aus dem Dauerregen heraus aus einer Telefonzelle anruft. Er gibt vor, zu studieren, dabei wird in Zwischenschnitten der Alltag eines illegalen Flüchtlings gezeigt: Leben unter der Brücke, Verfolgung durch die Polizei und Betteln. Mit dem drastischen Zweiminüter und dem ebensolchen Claim "Leaving is not always living" möchten EU und Eidgenossen die Migration nach Europa weiter einschränken. tk
Zu sehen ist der Spot auf der Website des Schweizer Magazins "Blick".
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