Ärger um Schweizer Nielsen-Tochter

Donnerstag, 12. Juli 2007

Der schweizerische Mediamarkt wird von vermeintlich unsauberen Geschäftspraktiken des Züricher Marktforschungsunternehmens Media Focus erschüttert. Laut einer Mitteilung des Markenverbands der Schweizer Werbe-Auftraggeber (SWA) erhebt Media Focus die Daten über die ausgestrahlten TV-Spots nicht selbst, sondern bezieht sie kostenlos von den Fernsehsendern und deren Vermarktern. Gleichwohl verkauft die Nielsen-Tochter diese TV-Werbedaten aber an Werbekunden und Mediaagenturen weiter. Obendrein basieren die von Media Focus gelieferten TV-Daten ausschließlich auf den Plandaten, also den disponierten Einbuchungen. Die effektiven und damit für die nachträgliche Wettbewerbsanalyse weitaus wichtigeren effektiven Ausstrahlungszeiten der Werbespots werden von Media Focus nicht verwendet, obwohl sie von den Sendern und Vermarktern geliefert werden. Der SWA hat Media Focus bereits mit den Vorwürfen konfrontiert. In einem ersten Gespräch wurde vereinbart, die erforderlichen Nachbesserungen noch 2007 zu realisieren. Bei einem Gipfeltreffen diese Woche soll das Prozedere festgeschrieben werden. kj
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