Ärger um Reiter-Anzeige: Smart sucht das Gespräch

Montag, 14. Februar 2005

Nach dem Vorwurf, eine Printanzeige des Böblingers Autobauers Smart nutze das Foto der deutschen Olympia-Vielseitigkeitsreiter ohne deren Zustimmung, hat die Daimler-Chrysler-Tochter nun reagiert: "Wir haben mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung Kontakt aufgenommen", sagte eine Smart-Sprecherin auf Anfrage von HORIZONT.NET. Daimler-Chrysler sei ein Partner und Förderer des Reitsports. "Wenn wir missverstanden worden sind, ist das schade", so die Sprecherin weiter.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hatte Ende vergangener Woche erklärt, juristische Schritte gegen das Böblinger Unternehmen zu prüfen. "Die Reiter wussten von den Anzeigen mit ihrem Bild nichts und wir auch nicht", sagte FN- Sprecher Thomas Hartwig gegenüber dpa.

Mit der Headline "Endlich deutsche Pferdestärken, denen Platz 1 nicht wieder aberkannt wird" und einem Foto der deutschen Olympia-Vielseitigkeitsreiter spielt die Anzeige auf das Pech der Equipe an, die ihre Goldmedaille bei den Spielen in Athen wieder abgeben musste. Es thematisiert zugleich die Anzahl der Neuzulassungen im vergangenen Jahr, die das Smart-Modell Forfour zum Neueinsteiger des Jahres gemacht hätten. Für die Kreation des Motivs zeichnet die Berliner Agentur Aimaq Rapp Stolle verantwortlich, geschaltet wurde es in überregionalen und regionalen Tageszeitungen. jh
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