Ärger mit der Aufsicht: Israel-Tourismuswerbung in Großbritannien

Dienstag, 15. April 2008

Die unabhängige britische Werbeaufsicht Advertising Standards Authority (ASA) kritisiert ein Kampagnenmotiv der aktuellen Tourismuswerbung Israels. Grund: Auf dem Foto wurde die wegen archäologisch wichtiger Funde bekannte Gegend um Qumran gezeigt, die nicht zum israelischem Staatsgebiet gehört. Inzwischen zog das Israelische Fremdenverkehrsamt in Großbritannien das Motiv zurück. Unter dem Claim "It takes six hours to cross Israel. Imagine what you can experience in seven days", wirbt Israel weltweit um Touristen in verschiedenen, lokal angepassten Motiven der Kampagne.


Uri Gafni, Chef der Tourismusbehörde in Großbritannien, sagte israelischen Medien, dass das Tourismus-Ministerium Israels in keinster Weise die in der Nähe des Toten Meeres gelegenen Höhlen von Qumran dem eigenen Staatsgebiet zuordnen wollte. Statt des in der Westbank gelegenen Qumran werde deshalb nun ein Bild von Masada verwendet, so Gafni.

Erst vor kurzem haben Israel und die Palästinenser vereinbart, archäologische Funde auszutauschen und zusammenzuarbeiten. tk

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