Adobe bestraft Marketing-Phrasen mit dem "Bullshit Detector"

Donnerstag, 25. Oktober 2012

"Social Media sind wertlos" und "Marketing ist Quatsch" sind Urteile, die Marketiers immer wieder entgegenschlagen. Manchmal sogar von den eigenen Unternehmenschefs. Ihnen stellt sich der US-Konzern Adobe jetzt mit einer Kampagne entgegen. Unter dem Claim "Metrics, Not Myth" will der Softwarehersteller der Diskussion über den Beitrag des Online-Marketings zum Geschäftserfolg ein Ende setzen. Die von der in San Francisco beheimateten Agentur Goodby, Silverstein & Partners entwickelte Kampagne ist jetzt in den USA und in Großbritannien angelaufen. Sie beschäftigt sich in Print- und Onlinemedien mit den verbreiteten Ressentiments gegenüber Marketingeffizienz. Die Botschaft: Der Return on Investment des digitalen Marketings lässt sich inzwischen durchaus präzise messen, dessen Einfluss auf das Unternehmensergebnis ist nachweisbar. Das dazu geeignete Instrumentarium will Adobe Systems im Köcher haben: die Wolke. In der neuen Adobe Marketing Cloud bündelt das Unternehmen seine Lösungen der Digital Marketing Suite und des Digital Marketing Portfolios. Wer sich aus dem bunten Blumenstrauß an Adobe-Anwendungen - Adobe SiteCatalyst (Analyse), Adobe Social (Social Media), Adobe AdLens (Werbung), Adobe Test&Target (Targeting) und Adobe CQ (Web Experience Management) - aus der Cloud bediene, werde den Vorurteilen von Marketing-Verächtern mühelos das Wasser abgraben.

In einem Internetvideo versucht Adobe zu verdeutlichen, dass es durch seine Cloud keines "Marketing-Bullshit" gegenüber der Chief-Ebene mehr bedarf, wenn es um Marketingeffizienz geht. Wie werden die Resultate des digitalen Marketings in ihrer Firma gemessen?, werden Probanden in dem Clip gefragt - und für jede Phrase mit einen Stromstoß durch den "Bullshit-Detector" bestraft. Da wird es schon bei "Likes" und "SEO" recht schmerzhaft.

Schätzungen der "New York Times" zufolge gibt Adobe in den kommenden drei Monaten umgerechnet knapp acht Millionen Euro für die Kampagne aus. Rund 75 Prozent des Etats wanderten in Online-Marketing, sagt Andreas Helios, Senior Group Manager Digital Marketing Solutions bei Adobe. Die Kampagne, die Adobe voraussichtlich im kommenden Jahr in weiteren Ländern starten wird, beinhaltet außer einem Internetvideo unter anderem Anzeigen in Zeitungen und Magazinen, Onlinewerbung, gesponserte Inhalte auf Mashable.com und Theonion.com sowie Social-Media-Auftritte. Ihren Erfolg macht das Unternehmen auf adobe.com öffentlich. fo
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