Adidas kündigt dem Deutschen Schwimm-Verband

Dienstag, 16. Dezember 2008
DSV-Schwimmer wie Thomas Rupprath kritisierten das Material
DSV-Schwimmer wie Thomas Rupprath kritisierten das Material

Der Sportartikler Adidas hat Ernst gemacht und sein Engagement als Ausrüster der deutschen Schwimmer beendet. "Der Deutsche Schwimm-Verband wurde von Adidas heute über die fristlose Kündigung des bestehenden Ausrüstungsvertrages in Kenntnis gesetzt. Die Basis für eine weitere Zusammenarbeit ist aufgrund der jüngsten Ereignisse nicht mehr gegeben", teilte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen einen Tag nach der Kurzbahn-EM in Rijeka mit. Der eigentlich bis Ende 2009 laufende Vertrag brachte dem DSV jährlich rund eine Million Euro. Der DSV zeigt sich von der Kündigung völlig überrascht. "Ich sehe kein Fehlverhalten der Athleten und schon gar nicht des DSV", stellte DSV-Präsidentin Christa Thiel gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" fest. "Selbst wenn ein Athlet sich fehlverhalten würde, gäbe es eine klare Vertragsstrafen-Regelung."

Das Verhältnis zwischen dem fränkischen Unternehmen und dem DSV war schon lange belastet. DSV-Schwimmer hatten bereits im März 2007 bei der WM in Melbourne harsche Kritik an dem angeblich nicht konkurrenzfähigen Material geübt. Die Wettkampfkleidung wurde mit Schlafanzügen verglichen. mh
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