Adidas: Kernmarke profitiert vom Sportjahr 2008

Freitag, 09. November 2007
Adidas-Motiv von TBWA
Adidas-Motiv von TBWA

Der Herzogenauracher Sportartikler Adidas hat anlässlich der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen die Wachstumsprognose für seine Stammmarke nach oben korrigiert - vor allem das sich ankündigende Sportjahr 2008 verspricht Dynamik. Das Unternehmen rechnet 2007 für die Kernmarke mit einem Umsatzplus auf währungsbereinigter Basis nun im hohen statt mittleren einstelligen Bereich. Die Marke mit den drei Streifen, die mehr als zwei Drittel zum Konzernumsatz besteuert, profitiert bereits jetzt von den anstehenden Großereignissen im kommenden Jahr - die Auftragsbestände konnten im 3. Quartal um 16 Prozent zulegen. Sowohl die Fußball-EM 2008 in Österreich und der Schweiz als auch die Olympischen Spiele in Peking sollen für einen hohen Warenumschlag sorgen. In den kommenden Wochen wird der Konzern nach und nach neue Fußballschuhe, den EM-Ball und die Leibchen der verschiedenen Nationalmannschaften in die Geschäfte bringen.

Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen drei Marken Adidas, Reebok und Taylor Made im 3. Quartal einen Umsatz von 2,94 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis kletterte um 15,2 Prozent auf 471 Millionen Euro. Unterm Strich - also nach Steuern - blieben 298 Millionen Euro in der Kasse (plus 22 Prozent).

Verabschieden wird sich der Konzern hingegen vom T-Mobile-Team. Adidas will seinen Ende 2008 auslaufenden Vertrag beim Bonner Rennstall nicht verlängern und prüft Medienberichten zufolge sogar einen sofortigen Ausstieg. Damit zieht Adidas als erster Co-Sponsor die Konsequenzen aus den jüngsten Doping-Aussagen des inzwischen suspendierten T-Mobile-Fahrers Patrick Sinkewitz. mh

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