"Aber ich liebe rot!" Heineken testet die Überredungskünste von Fußballfans

Mittwoch, 29. Mai 2013
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Das große Duell der deutschen Vereine im Finale der Champions League wurde zwar schon am Wochenende entschieden, doch ein Wettkampfsieger profitiert auch noch Tage nach dem eigentlichen Event von der Strahlkraft des hochkarätigen Spiels. Champions-League-Sponsor Heineken (Kreativagentur Wieden + Kennedy) hatte das Event nicht nur mit einer breiten klassischen Kampagne begleitet, sondern auch noch in Marketingstunts investiert. Zum echten Publikumsliebling entwickelt sich ein Onlinefilm, in dem Fußballfans ihre Freundinnen überreden müssen, zwei besonders scheußliche Stadionstühle für die eigene Wohnung zu kaufen.
Wo die Aktion stattgefunden hat, ist dem Video selbst nicht zu entnehmen. Was natürlich den Verdacht nährt, dass die Aktion nicht mit echten Kunden sondern mit professionellen Schauspielern inszeniert wurde. Doch der Beliebtheit des Heineken-Auftritts tut das keinen Abbruch. Gut 767.000 Youtube-Nutzer wollten den Case-Film seit seiner Freischaltung bisher sehen.

Daran dürfte nicht zuletzt das große komische Potenzial schuld sein, dass sich aus den eher hilflosen Erklärungsversuchen der Männer zum Thema Wohnungsdesign ergeben. Denn in der Challenge konnten sie Tickets zum Champions League Finale gewinnen, wenn sie ihre Partnerinnen vom Kauf der Stühle überzeugen konnten. Das Problem daran: Die Frauen hatten zumeist eine äußerst klare Meinung zu den feuerroten Plastiksitzen.

Ob über die Aktion tatsächlich Finale-Tickets verschenkt wurden, ist für Heineken unter Markengesichtspunkten letztlich nebensächlich. Denn die Idee dient weniger dem Aufbau großer Reichweiten, sondern erweitert vor allem den Branded Content rund um das eigene Sportengagement. Gerade im Internet haben Markenfime eine äußerst lange Lebensdauer und werden noch Jahre später, unabhängig vom ursprünglichen Anlass, noch kommuniziert. Voruassetzung dafür ist allerdings, dass der Onlinefilm eine zeitlose und unterhaltsame Geschichte erzählt. Und genau das ist Heineken mit "The Negotiation" gelungen. cam
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