Ab in den Abgrund: Priceline entsorgt William Shatner in einem Bus

Dienstag, 24. Januar 2012
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Captain Kirk hat unzählige Abenteuer erlebt. Er hat mit Aliens gekämpft, fremde Kulturen kennengelernt und die Erde gerettet. Er hat die Enterprise in die unendlichen Weiten des Weltalls geführt, viel gelebt und manchmal auch geliebt. Und jetzt wird Kirk-Darsteller William Shatner ausgerechnet eine Busfahrt zum Verhängnis. Er rauscht mit dem grünen Fahrzeug einfach in die Tiefe. Aus. Vorbei. Ende eines Idols. Der Absturz, der an Kirks tödlichen Unfall im Star-Trek-Kinofilm "Treffen der Generationen" aus dem Jahr 1994 erinnert, ist Höhepunkt des neuen TV-Spots des Internet-Reiseportals Priceline.comDer Auftritt sorgt in den USA für viel Aufmerksamkeit, und auch in Deutschland dürfte er in den sozialen Netzwerken für Furore sorgen. Selten hat ein Unternehmen sein Markengesicht so spekakulär um die Ecke gebracht. Seit 14 Jahren ist Shatner das Gesicht der Marke. Und in dem aktuellen Auftritt spielt er das, was er immer schon gespielt hat: einen Retter, einen selbstlosen Menschen, der immer an das Wohl der Menschheit denkt. Während der Bus auf einer Brücke über einem Abgrund pendelt, erklärt Shatner mal eben, dass Urlaub eine gute Idee ist, lässt die Fahrgäste durch den Hinterausgang aussteigen und empfiehlt ihnen, sich ein Hotel zu suchen.  Er reicht einer Frau sogar noch sein Smartphone aus dem Bus. "Save yourself ... some money".

Berühmte letzte Worte eines Mannes, der im guter Captain-Tradition als letzter das Fahrzeug verlassen will. Es bleibt beim Wollen. Shatner rauscht in die Tiefe, der Bus explodiert mit einem rießigen Feuerball und hinterlässt Fragen. Hat der 80-Jährige überlebt? Was wird aus den Passagieren? Und wieso geht der Bus überhaupt in die Luft? Letzteres ruft im übrigen The American Bus Association auf den Plan. Der Verband hält den Spot für einen schlechten Scherz und läuft Sturm. Priceline soll die Ausstrahlung stoppen. 

Doch das Internetportal will nicht und strickt derweil an der Fortsetzung der Story. Man darf also gespannt sein, was Butler, Shine, Stern & Partners als verantwortliche Kreativagentur noch so alles einfällt. Und wenn Shatner weiter eine Rolle spielt, würde das auch nicht wirklich wundern. Captain Kirk hat ja auch alles überlebt. mir
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