ARD und ZDF: Markenverband fordert Ende der Diskussion über Werbeverbote

Montag, 11. Juni 2012
Werbung auf ARD und ZDF bleibt Zankapfel
Werbung auf ARD und ZDF bleibt Zankapfel

Höhere Gebühren, sinkende kulturelle Vielfalt, oligopolistische Strukturen im Werbemarkt - dieses Szenario malt der Markenverband, sollte es zu weiteren Werbebeschränkungen in öffentlich-rechtlichen Sendern kommen. Gemeinsam mit der Organisation Werbetreibende im Markenverband (OWM) fordert die Interessenvertretung der Markenwirtschaft, Werbung und Sponsoring auf allen öffentlich-rechtlichen Kanälen zu erhalten.
Franz-Peter Falke zeigt sich von Werbebeschränkungs-Debatte not amused
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Durch ein Verbot werde Werbungtreibenden "der gezielte Zugang zu interessierten Bevölkerungskreisen verwehrt", sagt der Präsidet des Markenverbandes, Franz-Peter Falke, "regionale Ereignisse verlieren an Resonanz und die kulturelle Vielfalt leidet darunter". OWM-Chef Uwe Becker ergänzt: "Mit dem Erhalt oder einem geringen Ausbau der Werbemöglichkeiten in ARD und ZDF könnten die Rundfunkgebühren langfristig stabil gehalten werden, vielleicht sogar sinken - eine Entlastung der Bürger, die schnell und direkt ankommt." Über die öffentlich-rechtlichen werden laut Markenverband unter anderem Zielgruppen angesprochen, die über private TV-Angebote kaum erreicht werden. Werbebeschränkungen würden deshalb nicht dazu führen, dass Budgets zugunsten privater Sender verschoben würden. Schon heute würden 80 Prozent der Bruttoausgaben für TV-Werbung in nur zwei Vermarktungsgesellschaften der Privatsender, IP und SevenOne, fließen.

Gegen Bestrebungen, Werbung in öffentlich-rechtlichen Sendern weiter zu reduzieren, hatte sich Ende vergangener Woche unter anderem auch die Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG) starkt gemacht. Hintergrund sind Absichten privater Radiosender und der Landesmedienanstalten, die Hörfunkwerbung auf den ARD-Stationen auf 60 Minuten am Tag zu beschränken. fo
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