ARD-Fernsehlotterie präsentiert Kampagne mit Monica Lierhaus

Freitag, 04. März 2011
Kampagnenmotiv mit Botschafterin Monica Lierhaus
Kampagnenmotiv mit Botschafterin Monica Lierhaus
Themenseiten zu diesem Artikel:

Monica Lierhaus Kampagne Hamburg Sonne Honorar Berlin Frankfurt


Die ARD-Lotterie "Ein Platz an der Sonne" hat die Kampagne mit ihrer neuen Botschafterin Monica Lierhaus vorgestellt. Überschattet wurde die Präsentation von der anhaltenden Diskussion über das Honorar für die ehemalige Sportschau-Moderatorin. Die Kampagne wird in der kommenden Woche starten und umfasst verschiedene Anzeigen- und Plakatmotive, die ab dem 8. März zunächst eine Woche lang als City-Light-Poster und -Säulen in den Ballungsräumen Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln und München zu sehen sein werden. Lierhaus wird außerdem die rund 50 TV-Sendungen mit der Ziehung der Wochengewinner der Lotterie präsentieren, Pressetermine wahrnehmen und soziale Einrichtungen besuchen, die durch die ARD-Lotterie unterstützt werden. Teil der Werbemaßnahmen ist zudem ein Imagefilm, der derzeit auf Youtube zu sehen ist und einen etwas skurrillen Kurzauftritt von Johannes B. Kerner beinhaltet. Die Kampagne wird von der Hamburger Agentur Zum Goldenen Hirschen verantwortet.

Eigentlich ist Lierhaus aufgrund ihres persönlichen Schicksals eine ideale Botschafterin für die Fernsehlotterie, die gemeinnützige Projekte und Einrichtungen unterstützt. Die Journalistin war nach Komplikationen bei einer Hirn-Operation vor rund zwei Jahren ins Koma gefallen und ist seitdem selbst auf medizinische Hilfe angewiesen. Die Präsentation der Kampagne am Donnerstag in Hamburg wurde jedoch erneut von der anhaltenden Diskussion über das Honorar von angeblich 450.000 Euro pro Jahr für Lierhaus überlagert. Die Summe wird von der Fernseh-Lotterie zwar nicht kommentiert, dürfte allerdings in dieser Höhe stimmen.

"Heute muss ein Werbegesicht entsprechend bezahlt werden", sagte Christian Kipper, Geschäftsführer der Lotterie bei der Präsentation in Hamburg. Die Höhe des Honorars wurde allerdings vielfach als unangemessen kritisiert und hat zu zahlreichen Kündigungen von Dauerlosen geführt. Lierhaus selbst war bei der Pressekonferenz nicht persönlich anwesend - wegen eines wichtigen Therapietermins. dh
Meist gelesen
stats