AOL-Studie fordert Flatrate

Freitag, 11. Februar 2000

Bis zu 400.000 neue Arbeitsplätze werden rund um das Internet entstehen. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Europäischen Instituts für internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW) der Universität Potsdam im Auftrag von AOL Europe hervor. Voraussetzung für dieses Wachstum ist demnach die Einführung eines zeitlich unbeschränkten Zugangs zum Internet, der so genannten Flatrate. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Internet-Nutzung in Deutschland bei Haushalten und Unternehmen deutlich unterhalb des Optimums bleibe. In allen OECD-Ländern zeige sich ein "deutlich negativer Zusammenhang: Je höher die Netzpreise, desto geringer die Internet-Nutzung", heißt es in dem Gutachten. Die trendmäsig hohe Internet-Wachstumsdynamik verdeckt demnach in der öffentlichen Wahrnehmung, dass Deutschland ein Preisproblem habe. Im internationalen Vergleich von zehn EU-Ländern sei Deutschland in den Off-Peak-Zeiten - also den Abend- und Nachstunden - am zweitteuersten. Gerade noch vor Spanien. Nach Überzeugung von AOL-Europe-Chef Andreas Schmidt könne das "Internet Deutschland ein zweites Wirtschaftswunder bescheren und schon kurzfristig zu einem radikalen Abbau der Arbeitslosigkeit führen. Das Internet ist die Jobmaschine der Zukunft." Schmidt fordert die Bundesregierung auf, die letzten Hindernisse für eine breite Nutzung des Internet aus dem Weg zu räumen. "Wir brauchen in Deutschland eine Flatrate."
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