AC Nielsen: Werbeausgaben steigen auf fast 30 Milliarden Mark

Montag, 25. Januar 1999

Die Bruttowerbeausgaben in klassische Werbung sind 1998 laut AC Nielsen Werbeforschung um 9 Prozent auf 29,9 Milliarden Mark gestiegen. Die größten Zuwächsen erzielten dabei die Telekommunikationsunternehmen (plus 80 Prozent) und die Reisegesellschaften (plus 63 Prozent). Die Spendings der Körperschaften kletterten um 41 Prozent, was im wesentlichen auf die Parteienwerbung während des Bundestagswahlkampfes zurückzuführen ist. Die größten Rückgänge verzeichnen die Branchen Pflegende Kosmetik (minus 18 Prozent) sowie Putz- und Pflegemittel (minus 12 Prozent). Die Autoindustrie hielt auch1998 die Pole Position als ausgabenstärkste Branche mit Spendings in Höhe von 3 Milliarden Mark. Bei den Unternehmen konnte das in die Krise geratene Konsumgüterunternehmen Procter & Gamble zwar seinen Spitzenplatz verteidigen, gab jedoch gegenüber 1997 rund 16 Prozent weniger für Werbung aus. Der Mobilfunkanbieter E-Plus (plus 103 Prozent) und das Modehaus C&A (plus 67 Prozent) wiesen die höchsten Steigerungsraten bei den Top-30-Werbungtreibenden auf.
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