AB Inbev: Warum der Braugigant immer weniger auf klassische Werbung setzt

Mittwoch, 03. Juli 2013
Beck's steht in der Zielgruppe so gut da wie noch nie
Beck's steht in der Zielgruppe so gut da wie noch nie


Beck's wird 140 Jahre alt und ist so beliebt wie noch nie. "Gerade in unserer Kernzielgruppe 18 bis 34 Jahre steht die Marke hervorragend da. Wir konnten die Beliebtheit laut Marktforschung noch mal um einen knappen Prozentpunkt auf über 36 Prozent steigern - die nächste Marke kommt nicht mal auf einen zweistelligen Wert", sagt Chris Cools, Deutschlandchef beim Braugiganten Anheuser-Busch Inbev im Interview mit HORIZONT. Als Grund für den Erfolg nennt er unter anderem die im vergangenen Jahr gestartete Markenkampagne "Folge Deinem inneren Kompass".
Deutschlandchef Chris Cools: "Wir fahren keinen Werbesparkurs"
Deutschlandchef Chris Cools: "Wir fahren keinen Werbesparkurs"
Der Markenauftritt markierte nicht nur inhaltlich einen Wendepunkt in der Kommunikation der Biermarke, sondern auch medial. Zentrale Plattform für den Auftritt, in dem kein grünes Segelschiff mehr zu sehen ist, ist das Internet. Aus klassischen Medien zieht sich der in Bremen ansässige Brauer mehr und mehr zurück. Laut Nielsen lagen die Brutto-Spendings 2012 allein für die Marke Beck's um 43 Prozent unter Vorjahr.

Ins TV flossen zwar immer noch rund 7 Millionen Euro und damit der Großteil der klassischen Werbeausgaben, aber auch hier waren es 38 Prozent weniger als 2011. "Fernsehwerbung ist vermutlich der letzte klassische Kanal, über den Werbung überhaupt noch funktioniert. Trotzdem ist TV-Werbung nicht mehr so wichtig wie in früheren Jahren, in denen es viel weniger Alternativen gab. Gerade eine junge Marke wie Beck's lässt sich in digitalen Kanälen sehr gut führen", erklärt Cools, der Beck's im Übrigen nicht auf werblichem Sparkurs sieht: "Wir wollen Menschen involvieren, und das schaffen wir sehr effizient über Touchpoints, die die Nielsen-Zahlen nicht zeigen." mh

Wo die Werbegelder hingehen und wie es der Marke Beck's im Jubiläumsjahr geht, lesen Sie im Interview mit Chris Cools in HORIZONT 27/2013, die am Donnerstag, 4. Juli 2013, erscheint.

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