1&1 startet mit Handy-Kampagne durch / LG Optimus soll Kundenwachstum beschleunigen

Montag, 28. März 2011
Karin Eickmeyer
Karin Eickmeyer


Vor wenigen Tagen erst kündigte United Internet an, den Werbeetat für die 1&1-Mobilfunk-Angebote in diesem Jahr deutlich zu erhöhen. Jetzt gibt das Unternehmen den Startschuss für die erste große Handykampagne des Jahres. Karin Eickmeyer, Head of Media Advertising bei 1&1, kündigt im Interview mit HORIZONT.NET einen spektakulären Auftritt an. "Vor allem in den letzten Märztagen und im April wird der Werbedruck überdurchschnittlich hoch sein", sagt Eickmeyer. Im Mittelpunkt der Werbeoffensive steht das Medium TV. Eickmeyer begründet die Wahl des Leitmediums mit der "hohen Durchschlagskraft" von Fernsehspots und dem Ziel, 1&1 möglichst schnell als neue Kraft im Mobilfunksegment positionieren zu wollen.  Das bislang vor allem für seine DSL-Zugänge bekannte Unternehmen bietet erst seit Juli 2010 Tarife für das mobile Telefonieren und Surfen an und hat mit Produkten wie dem Pauschaltarif All-Net-Flat im 2. Halbjahr 2010 insgesamt 180.000 Kunden gewonnen. Mit dem neuen, einmal mehr von Stammbetreuer Jung von Matt/Elbe entwickelten TV-Spot will 1&1 diesen Trend nun fortsetzen.

Kaufanreize setzt 1&1 diesmal vor allem über die Hardware - genauer gesagt über das Smartphone LG Optimus Black, das 1&1 in Deutschland exklusiv anbietet und daher im Mittelpunkt des von Infected produzierten Commercials steht (Details siehe Kasten). Die Inhouse-Mediaagentur A1 Marketing schaltet den 32-Sekünder zunächst für etwa drei Monate in zielgruppenaffinen TV-Umfeldern. Danach rücken wieder die DSL-Angebote von 1&1 in den Fokus der Kommunikation. Flankiert wird die TV-Offensive von Printanzeigen in Publikumszeitschriften, Sonntagszeitungen wie "BamS" und "Wams" und der PC-Fachpresse. Darüber hinaus macht 1&1 mit Online-Werbung auf sein Angebot aufmerksam.

Die Messlatte liegt hoch. 1&1 hat den Anspruch, ein relevanter Player im Mobilfunkmarkt zu werden - und mit dem Vertrieb von Handys und Tarifen ordentlich Geld zu verdienen. Spätestens Ende 2011 soll der Break-even auf Monatsbasis erreicht sein. Und im Jahr 2012 soll das Mobilfunkgeschäft von 1&1 erstmals schwarze Zahlen schreiben.

Die Erschließung des neuen Geschäftsfelds lässt sich United Internet einiges kosten. Wie aus einer Auswertung von Nielsen Media Research  hervorgeht, kletterten die Brutto-Werbespendings des in Monatbaur ansässigen Konzerns bereits 2010 gegenüber dem Vorjahr um 176 Prozent auf 150 Millionen Euro. Grund für das deutliche Wachstum war vor allem der Einstieg von 1&1 ins Mobilfunkgeschäft. In der Broschüre zum Fiskaljahr 2010 beziffert United Internet die im 2. Halbjahr aufgelaufenen Marketingkosten für das Segment Mobiles Internet mit mehr als 54 Millionen Euro. Im Jahr 2011 sollen die Werbeausgaben erneut steigen. Grund ist, dass 1&1 Produkte wie die All-Net-Flat erst Mitte 2010 auf den Markt brachte - und diese anders als 2011 eben auch nur ein halbes Jahr lang beworben wurden. Finanzvorstand Norbert Lang deutete gegenüber HORIZONT.NET an, dass sich die Werbeausgaben im Segment Mobiles Internet 2011 vor diesem Hintergrund in etwa verdoppeln werden. mas
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