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Bonnie Strange für Persil
Screenshot Instagram.com/bonniestrange

#noshit Mit Influencern zur Best-Case-Kampagne

Bonnie Strange für Persil
Influencer Marketing: Jeder kennt es, jeder will es - aber wie geht das eigentlich? Anne Strandt und Daniel Kriebel von der Agentur RCKT zeigen in ihrem Gastbeitrag für HORIZONT Online, dass mit dem richtigen Rezept eine hohe Reichweite quasi garantiert ist.
von Anne Strandt & Daniel Kriebel, RCKT, Mittwoch, 16. August 2017
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Screenshot Instagram.com/bonniestrange
#noshit
Mit Influencern zur Best-Case-Kampagne

    Wie finden wir die neue Armani-Exchange-Kampagne mit Cara Delevingne? Kein Plan und who cares? Klassische Supermodels und ihre Koops sind uns zu teuer, zu abgehoben, zu out of this world. Wir finden es viel spannender zu sehen, was unsere hiesigen Social-Media-Sternchen gut finden. Kicki Yang Zhang präsentiert im Video-Lookbook Adidas Cap und Doc Martens Vintage Jacket, Riccardo Simonetti feiert mit NYX beim CSD und Hey Aaron!!! besucht eine Gang Bang Party von FunDorado. #mega

    #dontcallmom: YouTube-Star Stephan Gerick

    Manch einer mag den Kopf schütteln, doch hinter diesen erstmal primitiv anmutenden Auftritten steckt ein riesiges Potenzial für Marken. Für die Kampagne "Don’t call Mom" (kreiert von RCKT, Anm. der Redaktion) übernehmen YouTuber Stephan Gerick, It-Boy Yung Hurn sowie weitere Influencer-Größen eine ADAC WhatsApp-Line für Fragen aller Art. Sie sind Teil eines ganzheitlichen Kampagnen-Konzepts, das vor allem drei YouTube Werbespots, cooles Merchandise und, wie schon genannt, die interaktive WhatsApp-Line beinhaltet. Der Punkt: Sie machen weit mehr als einfach im Merchandise zu posieren, sie beantworten persönlich die Fragen ihrer Fans. Das wiederum produziert allerhand user-generated und shareable Content. #jackpot
    YouTube-Star Stephan Gerick
    YouTube-Star Stephan Gerick (Bild: Screenshot Youtube)

    #sauber: Macro-Influencer ziehen fast immer

    Viele große Influencer wie JP Performance sind unter anderem auch im TV zu sehen - quasi für die Offline-Zielgruppe. Bestes Beispiel: Bonnie Strange. Die ursprüngliche Bloggerin ist später als Model und Taff-Moderatorin bekannt geworden. Somit ist sie ein echter Wunschkandidat für eine Traditionsmarke wie Persil, die dank Bonnie jetzt echten Coolness-Faktor hat.
    Bonnie Strange für Persil
    Bonnie Strange für Persil (Bild: Screenshot Instagram.com/bonniestrange)
    Auch wenn 17.000 Likes (noch) keinen TV Spot ersetzen: 71 Prozent der Konsumenten kaufen viel wahrscheinlicher eine Brand, die sie in Social Media gesehen haben. Influencer Marketing ist längst big und alles andere als Kindergarten. Bei Teenagern ist die Sache eh klar: Über zwei Drittel der YouTube Subscriber unter 20 vertrauen eher auf Influencer-Meinungen als auf die der klassischen Promis.

    #dafuq: Telekom schnappt sich mit Julien Bam fast 5 Millionen Views

    Die Deutsche Telekom hat ein echtes Paradebeispiel für smarte Influencer Relations geliefert, indem sie mit Ultra-YouTuber Julien Bam (über 4 Millionen Follower) kooperierte. In einem 8 Minuten langen Video “Meine NEUE WOHNUNG” zeigt Julien wie er Schritt für Schritt sein neues Heim einrichtet, bis auf einmal zufällig Telekom Boy an der Tür klingelt, um ihm den neuen “Speedport Mini Magenta” Router zu überreichen. Der Clip wurde bisher über 4,7 Millionen mal angesehen - wenn das mal keine Werbung mit TV Reach ist. #bäm
    Es ist also bewiesen, redegewandte Social-Media-Größen wie auch SarazarLaurenCocoXOFlying Uwe oder die MarmeladenOma sind zu einem festen Bestandteil des modernen Marketing Mix geworden. Aber wie binde ich sie als Marke am schlausten ein? Und muss es jetzt immer ein Influencer sein? Daniel, unser Brand & Digital Consultant bei RCKT, spricht aus Erfahrung:

    #ad: Good advice by Daniel

    PERFECT MATCH 
    Der Influencer sollte zum Produkt passen und es authentisch präsentieren können. Auch die Zielgruppe muss fitten: deren demografische und geografischen Werte sind ausschlaggebend für eine gute Platzierung. Im besten Fall ist der Influencer werder negativ belastet noch hat er bereits ein Konkurrenzprodukt beworben. Und natürlich sollen der Influencer und seine Community aktiv sein, also regelmäßig posten und fleißig sharen.

    INFLUENCER GEHEN LIVE 
    Jeder probiert sich an Live-Videos aus - das Ergebnis sind verwackelte Bilder, schlechte Tonqualität und unorganisierte Abläufe. Doch in Zukunft werden Videos professioneller ausgestaltet, wofür Anbieter auch gerne zahlen werden. Facebook testet derzeit die Einspielung von 15-Sekunden-Werbefilmen in Live-Videos, von anderen Plattformen ist Ähnliches zu erwarten. Live-Videos sind ein heißer Trend!

    LANGFRISTIGE ZUSAMMENARBEIT 
    Eine nachhaltige Kooperation mit Influencern wird mehr und mehr relevant für Marken. Langfristiges Engagement wirkt beim Betrachter authentischer und gibt dem Influencer das Gefühl mit der Marke verbunden zu sein. Zudem versteht er die Produkte besser und wird weniger bereit sein, ein Konkurrenzprodukt zu bewerben.

    MICRO INFLUENCER 
    Ergänzend zu einem oder mehreren größeren Influencer (ab ca. 100.000 Follower) ist es mittlerweile üblich, Micro-Influencer (darunter) einzusetzen. Mit frischem Enthusiasmus und meist hoher Authentizität können sie das Engagement einer Kampagne erhöhen und treffen gewisse Nischen. Für den Konsumenten gelten sie deswegen als sehr vertrauenswürdig.

    #ciao: Wenn der Influencer den Spieß umdreht

    Übrigens stören sich Fans meistens nicht daran, wenn ihre SoMe-Vorbilder Werbung machen, zumindest nicht, wenn sie entsprechend gekennzeichnet ist (wozu sie rechtlich verpflichtet sind). Doch Vorsicht, liebe Marken: die vielversprechenden Influencer finden nicht alles geil und auch das lassen sie uns wissen. So veröffentlichte Julien Bam einen kreativen Werbefilm zum "iPhone 7 Plus Plus" mit ganzen 10 Minuten Akkulaufzeit und genau keinem Kopfhöreranschluss. ¯\_(ツ)_/¯

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