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Vanessa Bouwman
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Werbung mit Social-Media-Größen 5 Last-Minute-Tipps für Influencer Marketing

Vanessa Bouwman
Es soll ja Werbungtreibende geben, die noch immer kein Influencer Marketing betreiben. Für diese Spätzünder dürfte der folgende Gastbeitrag von Vanessa Bouwman besonders interessant sein. Die Chefin von We are Social hat für die Leser von HORIZONT Online fünf Last-Minutes-Tipps zusammengestellt. Mehr Insights von Bouwman gibt es Ende Juni auf den Digital Marketing Days.
von Vanessa Bouwman, We Are Social, Freitag, 02. Juni 2017

1.

Markt- und Zielanalyse

Werbungtreibende, die erst jetzt mit Influencer Marketing starten wollen, sollten sich zunächst fragen: Ist Influencer Marketing überhaupt das Richtige für mich? Was ist meine Zielsetzung? Wen will ich erreichen? Außerdem sollten sie sich mit ihrem eigenen Markt auseinandersetzen und identifizieren, was schon abgefrühstückt wurde und wo es noch Raum für Innovationen gibt. Es gibt so viele Kampagnen, die gleich aussehen, weil jemand nicht seine Hausaufgaben gemacht hat. Das klingt simpel. Aber man muss die eigene Zielgruppe richtig verstanden haben und wissen, welche die richtigen Messages sind, die von einem Influencer kommen und die ins Schwarze treffen. Erst dann kann man eine klare Roadmap definieren, eine Messbarkeit der Kampagne sicherstellen und ein klares Budget festlegen.

2.

Dem Nachwuchs eine Chance geben

Es ist sicher noch nicht zu spät. Es werden täglich neue gute Influencer geboren, die in kurzer Zeit Tragweite generieren. Influencer mit einer riesigen Reichweite sind zwar schon oft von Marken belegt, aber es gibt viele mittelgroße und kleine Influencer, die eventuell sogar viel besser zur eigenen Marke passen können. Jede Marke, die sich mit Influencern beschäftigen möchte und sich die nötige intensive Zeit dafür nimmt, wird jemanden finden, der passt.

Digital Marketing Days

Die Bedeutung von Chatbots, Influencer Marketing, Retail Media, Virtual Reality und Content Marketing ist auch ein Schwerpunkt-Thema bei den Digital Marketing Days, die HORIZONT am 29. und 30. Juni 2017 in Berlin veranstaltet. Bei dem Pflicht-Termin für Digital-Entscheider diskutieren führende Branchenexperten wie Vanessa Bouwman (We Are Social), Jérôme Cochet (Zalando), Martin Wild (Media Markt Saturn), Peter Frolund (HTC Vive) und Ulrike Hefter (Nestlé) darüber, welche Rolle die neuen Disziplinen und Technologien im Marketing spielen und wo die Unternehmen dringend investieren sollten. Jetzt hier anmelden!

3.

Sind Micro-Influencer eine Lösung?

Viel wird aktuell über den neuen Trend der Nischen-Influencer gesprochen. Die sind allerdings nur dann sinnvoll, wenn man eine kleinere und sehr spezielle Zielgruppe ansprechen möchte. Denn diese Zielgruppen wollen generell nicht von Mainstream überrollt werden, und es dauert, ihr Vertrauen zu gewinnen. Das geschieht in der Tat am besten mit einem “Micro-Influencer” aus deren direkten Umfeld. Große Marken hingegen brauchen für ihre Massenprodukte keine Nischen-Influencer, weil sie ohnehin im Markt bereits bekannt sind.

4.

Gut Ding will Weile haben

Die Suche nach den tatsächlich zu einer Marke passenden Influencern braucht vor allem Zeit, Zeit und nochmal Zeit. Einmal kurz Googeln oder in eine Influencer Datenbank schauen, funktioniert sicher nicht. Man muss ganz genau wissen, nach wem man sucht und welche die eigenen KPIs sind. Dieser Prozess dauert. Denn wichtig ist dabei auch, Vergleichswerte zu ziehen und die Pros und Contras verschiedener Influencer in Erwägung zu ziehen. Passt der Influencer wirklich zur Marke? Ist seine Community auch wirklich aktiv und teilt Inhalte und startet Konversationen? Viele Werbungtreibende vergessen diesen so extrem wichtigen Punkt, also die Effectiveness.

5.

Influencer müssen einbezogen werden

Im direkten Umgang mit Influencern ist es wichtig, ein konkretes und durchdachtes Paket zu schnüren, mit dem man auf die Influencer zugehen kann. Eine Email mit der Aussage  "Hey, wir würden gerne was machen" reicht nicht und landet im Trash. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es immer gut ankommt, wenn man mehrere Optionen anbietet. Dies gibt dem Influencer die Wahl, er hat das Gefühl selbst etwas bestimmen zu können und nicht einfach vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Influencer müssen das Gefühl haben, dass man sich intensiv mit ihnen und ihren Werten auseinandergesetzt hat. Denn auch der Influencer muss einen Mehrwert von der Aktion haben, und der sollte nicht nur Geld allein sein.

Zur Person

Vanessa Bouwman ist seit 2014 bei We Are Social und leitet seit Juni 2016 zusammen mit Roberto Collazos Garcia die deutschen Standorte der global vertretenen Digital-Agentur We Are Social in München und Berlin. Bouwman ist verantwortlich für das gesamte Kundengeschäft. Zuvor war sie unter anderem bei der Münchner PR-Agentur Cocodibu als Public Relations, Corporate Communications und Social Media Manager tätig. We Are Social wurde 2008 in Großbritannien gegründet, heute hat die Agentur weltweit 11 Offices mit rund 650 Mitarbeitern. We are Social betreut unter anderem Audi, Liebherr, Cisco, Google und Pentahotels.

 

 

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