Michael Reidel

Michael Reidel

VW-Deal mit DFB Masse statt Premium

Montag, 17. Juli 2017
In der Sponsoring-Branche kommt die Entscheidung einem Erdbeben gleich. Beim DFB nimmt Volkswagen Mercedes-Benz die Vorfahrt. Rumms. Damit endete vergangenen Freitag eine Partnerschaft nach 45 (!) Jahren.
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Spekuliert hat die Branche über den Sponsorenwechsel bereits seit ein paar Wochen, jetzt ist er Fakt. Und Gründe, das richtig zu finden, gibt es natürlich. VW legt ein attraktives Sponsoring-Paket auf den Tisch. Fußball spielt in Wolfsburg schon seit Jahrzehnten eine große Rolle. Der neue Partner kann neue Ideen und Impulse geben. Und so, die Hoffnung bei VW, ganz nebenbei das durch Dieselgate ziemlich verrußte Image mit den Nationalkickern wieder hübsch polieren. Und klar, der WM-Titel, den es im kommenden Jahr in Russland zu verteidigen gilt, macht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft als Plattform noch attraktiver.

DFB-Mannschaftsbus Mercedes-Benz
Bild: Mercedes-Benz

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Es gibt aber auch ziemlich viele gute Gründe, die Entscheidung der DFB-Bosse ziemlich blöd zu finden. Eine langjährige Partnerschaft wird schnöde abgewickelt. Eine Premiummarke wird bei einem Premiumprodukt durch eine Massenmarke abgelöst. Und das Vertrauen bei anderen Sponsoringpartnern wird dadurch zumindest angekratzt.

Am Ende bleibt der Verdacht, dass es allen Verlautbarungen zum Trotz am Ende nur um das schnöde Geld geht - nicht um Konzepte, Verlässlichkeit, die beim Sponsoring immer so hoch gehalten wird, und Tradition. Das ist Business, rufen die einen. Besser wird es dadurch auch nicht, entgegnet die andere Seite. mir

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