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Svenja Teichmann, Crowdmedia
Stefan Groenveld

Content Marketing Auf diese vier Basics kommt es an

Svenja Teichmann, Crowdmedia
Wenn man Svenja Teichmann, Gründerin und Geschäftsführerin von Crowdmedia, nach den 5 heißesten Trends im Content Marketing fragt, verdreht sie genervt die Augen. Nicht, weil die Frage so daneben ist. Sondern weil es ihrer Ansicht nach im wirklichen Leben des Content Marketing nur "selten um den heißen Scheiß" geht. Statt Trends nennt die Crowdmedia-Chefin deshalb lieber vier Basics, die ihrer Einschätzung nach noch immer viel zu wenig Beachtung beziehungsweise professionelle Umsetzung finden würden.
von Svenja Teichmann, Crowdmedia, Mittwoch, 28. März 2018
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    1.

    Content Marketing ohne ganzheitlichen Ansatz führt nicht zum Erfolg.

    Erfolgreiches Content Marketing entsteht nicht in den Teilbereichen des Unternehmens. Für nachhaltigen Erfolg müssen das Interesse des Kunden und die Ziele des Unternehmens im Einklang sein. Wie aber sieht ganzheitliches Content Marketing aus? Gutes Content Marketing ist: Wenn sich der Bedarf (Kundenservice) mit Kommunikationszielen (Marketing) zu vertiefenden Inhalten (Produkt, Entwicklung) trifft und dann auch noch danach gesucht wird (Webseite, SEO). Wenn sich der Content über Seeding (Vermarktung) und/oder Journalisten (PR) verbreitet, und wenn man dann noch ermittelt, was es gebracht hat, um sich zu verbessern (Web-Controlling). Content Marketing muss deshalb interdisziplinär erfolgen und ist kein Selbstzweck. Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht der Kunde. Nicht die Ich-Botschaften des Marketings. Wer den Nutzer in den Mittelpunkt stellt, arbeitet nie am Markt vorbei. Jeder Inhalt ist dann auch ein Mehrwert. Positive Nebeneffekte sind mehr Reichweite in sozialen Medien und bessere Sichtbarkeit in Suchmaschinen.

    Ein ganzheitlicher Ansatz führt zu mehr Erfolg. Die Content-Produktion aller Bereiche wird synchronisiert. So ergeben sich Synergien statt parallel vor sich hin driftender Content-Inseln.

    2.

    Das Thema steht im Mittelpunkt, nicht der Kanal.

    Viel zu häufig wird heute nur in einem Kanal gedacht, ob Facebook, Newsletter oder Messenger. Jeder Verantwortliche plant und erstellt die Inhalte für seinen Kanal. Das Problem dabei: Content soll übergeordnete Ziele erreichen und nicht nur die Anforderungen des jeweiligen Kanals optimal bedienen. Es ist daher viel sinnvoller, sich erst die Themen zu überlegen. Aus dem Thema ergibt sich das geeignete Format wie Text, Bild oder Video. Erst im letzten Schritt wird entschieden, welcher Kanal zur Verbreitung genutzt wird. Wir produzieren Content für unsere Kunden, nicht für Facebook oder Instagram.
    „Mehr Content bedeutet mehr Krach. Es wird immer schwieriger, gehört zu werden. “
    Svenja Teichmann


    3.

    Website first.

    Ich wäre glücklich, wenn sich Unternehmen und Marken mit genauso viel Begeisterung um ihre Website kümmern würden wie um ihre Social-Media-Inhalte. Die Website ist der Ort für alle Transaktionen. Hier werden Käufe und Leads generiert. Alles andere ist nur ein Drumherum. Die Website ist und bleibt die Homebase – und sollte auch so behandelt werden. Es gilt: Website first. Sie ist das Aushängeschild und das Schaufenster der Unternehmensleistungen. Deshalb muss sie mit gutem Content gestärkt werden. Und auch wenn es 2018 eigentlich nicht mehr erwähnt werden sollte: Erfolgreiche Content Marketer denken SEO mit.

    4.

    Content muss sich rechnen und dafür braucht es KPIs.

    Die Definition von klar messbaren Zielen und den passenden Kennzahlen ist unabdingbar. Hier sehe ich viel Nachholbedarf für Unternehmen und Agenturen. Schließlich wird das Thema immer wichtiger. Wir haben eine Flut an Content. Mehr Content bedeutet mehr Krach. Es wird immer schwieriger, gehört zu werden. Lärm stört, guter Content bietet Nutzen und bringt Empfänger und Sender voran.

    Diese Qualität des Contents wird immer wichtiger und kostet Geld. Um die passenden Budgets zu bekommen, benötigt man eine Beweisführung anhand von Kennzahlen. Stichwort KPIs, gerade weil man digital viel messen kann, ist es wichtig, die Ziele mit entsprechenden KPIs zu versehen. Nichts, von dem, was wir online tun, ist jemals fertig. Daher benötigen wir neben der Zahl für den Erfolg noch Steuerungskennzahlen, um uns zu verbessern.
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