HORIZONT Vor 9 Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

Montag, 26. Juni 2017
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Guten Morgen aus Frankfurt. Die Cannes Lions 2017 sind Geschichte. Nach der großen Sause an der Côte d'Azur folgt für einige Agenturen der Kater: Die Ausbeute der deutschen Teilnehmer war in diesem Jahr bescheiden, die Kosten dafür enorm. Mehr zur Nachlese von den Cannes Lions lesen Sie in unseren Top-Branchennews am Morgen.

1. Die große Bilanz zu den Cannes Lions 2017

Bei den Cannes Lions 2017 haben sich die deutschen Teilnehmer nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Von ihren 1974 Einsendungen konnten sie gerade mal 2,27 Prozent in einen Löwen umwandeln. Insgesamt haben die deutschen Agenturen dieses Jahr rund 1,07 Millionen Euro nur für die Einsendungen investiert. Herausgekommen sind 45 Löwen. Das heißt: Für einen Löwen mussten sie knapp 24.000 Euro hinblättern. Rein statistisch betrachtet sind das 28 Prozent mehr als im Vorjahr, als es 64 Löwen für Deutschland gab. 

2. Zwei deutsche Film-Löwen in Cannes / Fearless Girl gewinnt Titanium Grand Prix

Auch am letzten Tag konnten die deutschen Agenturen ihre Bilanz in Cannes nicht mehr wesentlich aufbessern. Am letzten Festivaltag gab es in der Kategorie Film nur zwei weitere Löwen für Deutschland. In den Sparten Titanium und Integrated steht kein hiesiger Teilnehmer auf der Siegerliste. Beide deutschen Filmlöwen gehen an die Hamburger Agentur Grabarz & Partner. 

3. DDB ist beste deutsche Agentur bei den Cannes Lions

Riesenerfolg für den vor kurzem zum Kreativchef von DDB Germany beförderten Dennis May: Seine Agentur fährt als bester deutscher Teilnehmer der Cannes Lions 2017 nach Hause. Die Gruppe holt insgesamt sieben Löwen für Arbeiten im Auftrag der Deutschen Telekom, Volkswagen, Verein für Berliner Stadtmission und Global 2000. Auf Platz 2 folgen mit gleicher Punktzahl Grabarz & Partner (7 Löwen) und Scholz & Friends (5 Löwen). 

4. WPP-Boss Martin Sorrell: "Cannes ist viel zu teuer"

Den Cannes Lions weht derzeit ein heftiger Gegenwind aus dem Lager der Agenturen entgegen. Die Werbeholding Publicis hat angekündigt, ein Jahr auf die Teilnahme an sämtlichen Kreativwettbewerben zu verzichten, um eine interne Plattform für Künstliche Intelligenz aufzubauen. WPP-Chef Martin Sorrell spricht zwar nicht von einem Rückzug, kritisiert aber vor allem die hohen Kosten für Cannes. In der Omnicom-Gruppe erwägt angeblich DDB den Ausstieg. 

5. Google verzichtet bei Gmail auf personalisierte Werbung

Google will über seinen E-Mail-Dienst Gmail verschickte Mails nicht mehr automatisch für Werbung analysieren. Das kündigte die für den Dienst zuständige Managerin Diane Greene an. Künftig soll sich die Werbung bei Gmail nach den Einstellungen des Nutzers richten. Die Änderungen sollen im Laufe des Jahres greifen.

6. "Neue Zürcher Zeitung" plant deutsche Ausgabe

Die "Neue Zürcher Zeitung" will eine E-Paper-Ausgabe speziell für den deutschen Markt herausbringen. Das berichtet der Schweizer "SonntagsBlick". Die Ausgabe sehe aus wie die normale "NZZ", nur ohne Schweizer Inhalte. Erste Versionen würden bereits im Haus kursieren. Starten soll die deutsche Version noch vor den Bundestagswahlen im September. 

7. Deutsche Medien-Manufaktur plant Titeloffensive gegen Nachahmer

Die Deutsche Medien-Manufaktur (DMM), die junge Tochterfirma von G+J und dem Landwirtschaftsverlag, will ungeachtet der verzögerten Zusammenführung von Vertrieb und Vermarktung weiter druckvoll Titel launchen – und das nach sechs Einführungen bereits im ersten Jahr. Man denke sowohl an neue Konzepte als auch an Ableger bestehender Magazine, um Kioskregalplatz gegen Nachahmer zu besetzen, deuten die DMM-Chefs im Interview mit HORIZONT an

8. Drei Vorurteile gegenüber eSports, die stimmen! Und was daran gut ist

Toan Nguyen liebt Computerspiele, pardon: eSports. Auf den Digital Marketing Days Ende Juni in Berlin wird der Strategie-Direktor von Jung von Matt Sports darüber gemeinsam mit ESL-Chef Bernhard Mogk (Electronic Sports Liga) sprechen. Hier preist er schonmal die drei wichtigsten Vorurteile gegenüber dem wachsenden eSports-Markt und stellt die alles entscheidende Zielgruppenfrage: "Mario Barth oder Elon Musk?" 

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