HORIZONT Vor 9 Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

Dienstag, 01. November 2016
© David Hein

Guten Morgen aus Frankfurt. Falls Sie diesen Newsletter lesen, müssen Sie heute wie wir in Hessen trotz Allerheiligen vermutlich arbeiten. Allen anderen Lesern wünschen wir einen schönen und erholsamen Feiertag. Sie wissen ja nicht, was Sie verpassen! Hier kommen die wichtigsten Branchennews an diesem Morgen.

1. Brexit-Sorgen trüben WPP-Bilanz

Die weltgrößte Werbeholding WPP bekommt die Auswirkungen des Brexit-Votums womöglich schneller zu spüren als gedacht. Wie aus der Konzernbilanz für das 3. Quartal hervorgeht, hat sich das Umsatzwachstum im wichtigen britischen Heimatmarkt deutlich verlangsamt – von 4,7 Prozent im 1. Quartal und 3,5 Prozent im 2. Quartal auf jetzt nur noch 2,1 Prozent.

2. Schlichtung bei Kaiser's Tengelmann geglückt

Nach jahrelangem Ringen um die Zukunft der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann sind die Arbeitsplätze der rund 15.000 Beschäftigten vorerst gesichert. In einem Schlichtungsverfahren haben sich die Unternehmen Tengelmann, Edeka und Rewe auf einen Interessensausgleich geeinigt, der den Weg für eine Übernahme der Kette durch Edeka frei macht.

3. WhatsApp bekommt blauen Brief aus Brüssel

WhatsApp und dem Mutterkonzern Facebook droht wegen des umstrittenen Datenaustauschs nun Ärger mit der EU. In einem Schreiben von EU-Datenschützern wird das Unternehmen aufgefordert, die Weitergabe von Nutzerdaten an Facebook zu unterbinden, bis die neuen AGBs von WhatsApp überprüft worden sind. Ende September hatte bereits der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar Facebook untersagt, Daten von deutschen Whatsapp-Nutzern zu erheben und zu speichern.

4. Redaktion von "Cumhuriyet" gibt sich kämpferisch

Die oppositionelle türkische Tageszeitung "Cumhuriyet" will im Konflikt mit der türkischen Obrigkeit nicht klein beigeben. Einen Tag nach der Festnahme des Chefredakteurs und zahlreicher weiterer Mitarbeiter erschien die Tageszeitung heute mit der Schlagzeile "Wir geben nicht auf". Deutsche Politiker übten scharfe Kritik an den jüngsten Festnahmen von Journalisten in der Türkei.

5. Menschenrechtler kritisieren Löschpolitik von Facebook

Mehr als 70 Menschrechtsgruppen aus den USA haben Facebook aufgefordert, seine Kriterien für die Löschung von Inhalten offenzulegen. Dabei geht es den Organisationen vor allem um Löschanfragen von Behörden. Die Menschenrechtler werfen dem sozialen Netzwerk vor, mehrfach Beiträge gelöscht zu haben, in denen Menschenrechtsverletzungen dokumentiert wurden, darunter auch Übergriffe durch die Polizei.

6. OMG-Chef Klaus-Peter Schulz kritisiert Gutachten der BLM

Mediaagenturen gefährden die Medien- und Meinungsvielfalt. Das steht - verkürzt formuliert - in dem Gutachten, das die Bayerische Landesmedienanstalt (BLM) vor wenigen Tagen präsentiert hat. Klaus-Peter Schulz, Sprecher und Geschäftsführer der Organisation der Mediaagenturen (OMG), sieht das naturgemäß völlig anders. In seinem Gastkommentar für HORIZONT Online nimmt er das BLM-Gutachten auseinander.

7. Influencer Marketing hängt klassische Werbung in puncto Glaubwürdigkeit ab

Influencer Marketing ist derzeit das Trend-Thema schlechthin. Dass so viele Unternehmen ihre Botschaften von Meinungsmachern aus dem Social Web verbreiten lassen, ist kein Wunder. Denn wenn es um Glaubwürdigkeit geht, ist Influencer Marketing aus Sicht vieler Marketingentscheider nicht zu schlagen. Das geht aus einer Studie der Agentur der Territory Webguerillas hervor.

8. Geplante Elektroauto-Quote ab 2018 sorgt in der Autoindustrie für Unruhe

Während sich die deutschen Autobauer hierzulande mit der Entwicklung von Elektroautos noch Zeit lassen können – ein erster Antrag sieht vor, dass nach dem Willen der deutschen Bundesländer ab 2030 keine neuen Benzin- und Diesel-Autos mehr zugelassen werden sollen –, sieht es in China ganz anders aus. Ein in den letzten Wochen eingereichter Gesetzentwurf sieht vor, schon ab 2018 eine Elektroauto-Quote einzuführen.
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