HORIZONT Vor 9 Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

Montag, 26. September 2016
© Ingo Rentz

Guten Morgen aus Frankfurt. Das ist mal konsequent: Anstatt die beiden US-Präsidentschaftskandidaten wie gewohnt in zwei großen Porträts nebeneinander vorzustellen, gibt die "New York Times" diesmal allein die Wahlempfehlung für Hillary Clinton. Der Grund: Rivale Donald Trump sei der schlechteste Kandidat in der Geschichte des modernen Amerikas. Hier kommen unsere wichtigsten Branchennews am Morgen.

1. Snapchat benennt sich in Snap um - und stellt Kamera-Sonnenbrille vor

Snapchat will da erfolgreich sein, wo Google scheiterte: Das Unternehmen hat eine Sonnenbrille mit Kamera entwickelt, die zehn Mal billiger sein soll als Google Glass. Das Gerät mit dem Namen "Spectacles" kann zehn Sekunden lange Videos aufnehmen. Mitgründer und Chef Evan Spiegel stellte die Kamera-Brille dem "Wall Street Journal" vor und bezeichnete sie dabei als "Spielzeug", das vielleicht beim Grillen oder bei einem Konzert getragen werde. Zudem gab Spiegel bekannt, dass er den Namen seines Unternehmens von Snapchat in Snap Inc. ändern ließ, um den Ausbau des Geschäfts über die bekannte App hinaus abzubilden.

2. Kevin Spacey begeistert auf Tech-Konferenz "Bits & Pretzels"

Kevin Spacey hat gestern in München die Gründer- und Tech-Konferenz "Bits & Pretzels" eröffnet. In seiner Keynote sprach der Schauspieler (u.a. "House of Cards") und Investor über modernes Storytelling, forderte von Start-ups mehr Mut für Innovationen und zeigte sich als großer Verfechter von Virtual Reality. HORIZONT Online hat die besten Zitate seiner Rede zusammengetragen.

3. Volkswagen fährt in der Werbung weiter ein hohes Tempo

Allen globalen Unsicherheiten zum Trotz: Die Unternehmen halten hierzulande den Werbedruck weiter hoch. 18,3 Milliarden Euro im Zeitraum Januar bis August 2016 bedeuten ein Plus von 5,4 Prozent. In Sachen TV-Spendings drückt VW weiter aufs Gaspedal: Die Automarke hat ihre Ausgaben um fast 21 Prozent auf 158 Millionen Euro erhöht. Stärkster Werbungtreibender ist einmal mehr Procter & Gamble mit Aufwendungen von über 505 Millionen Euro (+ 63 Prozent).

4. App-Vermarkter verlieren 100 Millionen Dollar wegen Ad Fraud

Ad Fraud ist in Deutschland auch ein großes Problem für App-Marketing. Das will der Anbieter AppsFlyer in einer aktuellen Erhebung herausgefunden haben. Demnach müssen App-Vermarkter allein im Jahr 2016 mit bis zu 100 Millionen Euro Verlusten rechnen. Im internationalen Vergleich sei die Fraud-Rate hierzulande am höchsten.

5. "Es gibt keine Prügeleien mehr" - die Fischer-Appelt-Gründer im Interview

Fischer-Appelt feiert dieser Tage sein 30-jähriges Bestehen. Einst als kleine PR-Beratung in Hamburg gestartet, ist die "Creative Content Group" heute an sechs Standorten in Deutschland vertreten und beschäftigt rund 500 Mitarbeiter. 2015 erzielte Fischer-Appelt ein Honorarvolumen von 42 Millionen Euro. Im Interview mit HORIZONT sprechen die beiden Gründer Andreas und Bernhard Fischer-Appelt über die Entwicklung und die Perspektiven ihres Unternehmens - und kündigen an, künftig auch in Media zu investieren.

6. Air Berlin soll halbiert werden

Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" steht Air Berlin vor einer Schrumpfkur. Demnach soll die Flugzeugflotte des Unternehmens auf 70 Maschinen halbiert werden. Auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Verwaltung soll um 50 Prozent gesenkt werden. Damit würde sich Air Berlin von etwa 1000 seiner 8600 Mitarbeiter trennen. Um die angeschlagene Airline zu retten, verhandelt Hauptaktionär Etihad Airways derzeit mit dem Touristikkonzern Tui darüber, Teile von Air Berlin mit Tuifly zusammenzulegen und in einer eigenen Ferienfluggesellschaft fortzuführen.

7. Apple lässt Nachrichten vorlesen

Wie "Techcrunch" berichtet, will Apple ab Oktober via iTunes vorgelesene Nachrichten unter dem Titel "Spoken Editions" vertreiben. Entsprechende Rubriken seien vor kurzem bereits versehentlich in Apples Audiostore aufgetaucht, dann aber wieder vom Netz genommen worden. Laut dem Branchendienst soll das Angebot werbefinanziert und für die Nutzer kostenfrei sein. Zum Start soll es Titel wie "Wired", "Time Magazine", "Forbes" und "Playboy" geben - allerdings nur im englischsprachigen Raum.

8. Media-Experten begrüßen neue Medienangebote für Männer

Mit dem "Zeit Magazin Mann" und dem Portal Männersache.de von Bauer Xcel Media sind in den vergangenen Wochen zwei neue Medienangebote für Männer an den Start gegangen - wenn auch mit sehr unterschiedlichen Konzepten. HORIZONT hat bei Media-Experten nachgefragt, was sie von den beiden neuen Produkten halten. Und die Resonanz ist positiv. Denn: "Es gibt mehr als Grillen, Wichsen und Pumpen."
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