HORIZONT Vor 9 Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

Montag, 18. April 2016
© David Hein

Guten Morgen aus Frankfurt. Können Sie jonglieren? Nein? Dann sollten Sie es heute vielleicht einmal probieren - schließlich ist Internationaler Tag der Jongleure. Wir jonglieren derweil wie gewohnt leicht und stilsicher mit den wichtigsten Branchennews zum Wochenstart.

1. Amazon Prime greift Netflix mit neuem Abomodell an

Bislang zahlen Amazon-Prime-Nutzer hierzulande wie in den USA einen jährlichen Fixpreis für ein ganzes Paket an Zusatzleistungen wie Premium-Lieferdienst, Musik- und Video-Streaming. Das ändert sich jetzt: Wie die "New York Times" berichtet, können sich User künftig für ein monatliches Abonnement von Prime Video entscheiden - zum Preis von 8,99 Dollar in den USA, in Deutschland gibt es das Angebot für 7,99 Euro. Damit positioniert sich Amazon im Streamingmarkt klar gegen Primus Netflix, dessen Geschäftsmodell ebenfalls auf Abos zum monatlichen Fixpreis basiert.

2. Was passiert mit Yahoo?

Heute endet die Angebotsfrist für potenzielle Käufer, die das Web-Geschäft des Internetkonzerns Yahoo übernehmen wollen. Aber wer will sich die "größte Resterampe des Silicon Valley" eigentlich antun? "Die Welt" gibt einen Überblick über die aktuelle Situation und stellt die größten Kaufinteressenten vor.

3. Ist der deutsche Werbefilm in der kreativen Krise?

Die Situation ist eigentlich paradox: Einerseits boomt das Geschäft mit Werbevideos und TV-Spots wie nie zuvor. Andererseits wird das kreative Niveau des deutschen Werbefilms nicht besser, sondern eher schlechter. Die Werbungtreibenden fordern verstärkt Bewegtbild-Content, zeigen sich im Umgang damit aber häufig unbeholfen und wenig experimentierfreudig. In ihrem Kommentar bewertet HORIZONT-Autorin Bärbel Unckrich, wie es aktuell wirklich um den kreativen Werbefilm steht.

4. Deutscher Internet-Thinktank geht an den Start

Die Größen der hiesigen Internetwirtschaft schmieden eine Allianz, um Deutschland im Wettbewerb gegen globale Digitalriesen voranzubringen: United-Internet-Chef Ralph Dommermuth, Oliver Samwer, Ex-Telekom-Chef René Obermann und Co gründen heute die Internet Economy Foundation (IEF), die "in der dynamischen Welt des Internets eine neugierige Denkfabrik, ein unabhängiger Ratgeber und kompetenter Dialogpartner" sein will, wie es auf der Website heißt. Vorsitzender der IEF wird der ehemalige Verteidigungsstaatssekretär und Berliner CDU-Spitzenkandidat Friedbert Pflüger.

5. Jan Böhmermann kündigt TV-Pause an

Der von politischen Diskussionen umtoste Jan Böhmermann hat angekündigt, "eine kleine Fernsehpause" einlegen zu wollen. Öffentlichkeit und Internet sollten sich "mal wieder auf die wirklich wichtigen Dinge wie die Flüchtlingskrise, Katzenvideos oder das Liebesleben von Sophia Thomalla konzentrieren", schrieb der Satiriker am Samstag in einem betont ironischen Post auf Facebook. Sein Sender bestätigte die Produktionspause seines Moderators bis zum 12. Mai. Auch im Radio wird Böhmermann in den kommenden Wochen nicht zu hören sein.

6. G+J-Digitalchef Arne Wolter im Interview

Gemeinsam statt einsam? Verlagsleute, die ihre Konkurrenten zur Zusammenarbeit auffordern, gelten gemeinhin als souverän, einsichtig und modern. Tatsächlich machen Kooperationen oft Sinn. Auch Arne Wolter, seit Ende 2015 Chief Digital Officer bei Gruner + Jahr, sieht das grundsätzlich so - allerdings mit bestimmten Einschränkungen, wie er im Interview mit HORIZONT erläutert.

7. Wie Elternzeit und Agenturjob unter einen Hut passen

Elternzeit und Agenturjob - oft passt das (leider) nicht zusammen. Anders bei Jette Farwick. Die 37-jährige Account Directorin Digital bei Achtung steht kurz vor der zweiten Elternzeit. Vor der ersten war sie erst konsterniert, dann aber happy, wie sie in ihrem Gastbeitrag auf HORIZONT Online berichtet.

8. 126,9 Millionen US-Nutzer für Netflix

Laut einer Erhebung des Marktforschers eMarketer werden bis Ende dieses Jahres 126,9 Millionen Menschen in den USA den Streamingdienst Netflix nutzen - was stolzen 67,9 Prozent aller Nutzer, die im Internet Videoinhalte konsumieren, entspricht. Spitzenreiter Youtube kommt mit 176,1 Millionen Usern auf 94,3 Prozent.
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