HORIZONT Vor 9 Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

Montag, 11. Januar 2016
© David Hein

Guten Morgen aus Frankfurt. Das Rachedrama "The Revenant" ist der große Abräumer bei den in der vergangenen Nacht verliehenen Golden Globes - und lässt vor allem den als besten Hauptdarsteller ausgezeichneten Leonardo Di Caprio auf seinen ersten Oscar hoffen. Absolut sicher ist dagegen die Rückkehr der wichtigsten Branchennews zum Start in die Woche.

1. "Süddeutsche Zeitung" entschuldigt sich für vermeintlich rassistisches Titelbild

Nachdem die "Süddeutsche Zeitung" wegen einer zweideutigen Schwarz-Weiß-Illustration zum Thema sexuelle Gewalt in ihrer Wochenendausgabe viel Kritik im Netz einstecken musste, entschuldigte sich Chefredakteur Wolfgang Krach auf Facebook dafür, dass das Motiv rassistische Assoziationen wecken könnte. Zu sehen ist eine schwarze Männerhand, die zwischen zwei weiße Frauenbeine greift. Auch der "Focus" erntete für sein aktuelles Titelbild einen Shitstorm - doch Chefredakteur Ulrich Reitz verteidigt das Motiv: "Wir bilden ab, was leider passiert ist".

2. Instant Articles, Snippets und die Sintflut

Die Aussichten für Digital-Journalismus sind 2016 gar nicht schlecht: Neue Plattformen, neue Lesegewohnheiten könnten für einen weiteren Qualitätsschub sorgen, meint HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz, allen Debatten über Instant Articles zum Trotz.

3. eBlocker sagt Tracking den Kampf an

Immer mehr Adblocker kommen auf den Markt und greifen aus allen Richtungen an. Nach Software (Adblock Plus) und Browsern (Mozilla Firefox) wurde bei der CES in Las Vegas erstmals auch ein stationäres Gerät präsentiert, das sich automatisch einrichtet und dann sämtliche Drittanbieter-Dienste und Online-Werbung stoppt: der eBlocker. HORIZONT hat sich auf der Messe mit Gründer Christian Bennefeld über die Ziele des Unternehmens unterhalten.

4. Eurowings will die Nummer 3 in Europa werden

Heute startet Lufthansa die Kampagne für die neu formierte Lowcost-Tochter Eurowings, mit der der Konzern im Billigflugsegment angreifen und Anbietern wie Ryanair und Easyjet das Leben schwer machen will. Im Interview sprechen Tomas Labonde, Vice President Marketing & Customer Relations, sowie Sandra Schieck, Head of Marketing, über die Markenumstellung und den von Lukas Lindemann Rosinski entwickelten Auftritt.

5. Wie AOL in Deutschland wieder Fuß fassen will

Anfang der 2000er Jahre war AOL mit über 30 Millionen Kunden der weltgrößte Internet-Anbieter. Dann verschlief der US-Konzern das Breitbandzeitalter und zog sich 2010 aus Deutschland zurück. Zum 1. Januar hat AOL die Werbevermarktung von Microsoft übernommen. Markus Frank, Country Manager AOL Germany und Ex-Chef von Microsoft Advertising, erklärt im Interview mit HORIZONT, wie AOL hierzulande wieder Fuß fassen will.

6. Ralf Heuel skizziert die Zukunft der Werbung

Gleich zwei Auftritte wird Ralf Heuel, Kreations-Geschäftsführer bei Grabarz & Partner, beim Deutschen Medienkongress 2016 haben. Gemeinsam mit seinen Co-Geschäftsführern Stefanie Kuhnhen, Thomas Eickhoff und Reinhard Patzschke wird er mit dem HORIZONT Award im Bereich Agenturen ausgezeichnet. Und in einer Präsentation am zweiten Kongresstag des #DMK16 verrät er, wohin die Werbung steuert.

7. Was kann Neuromarketing wirklich?

Vor einiger Zeit galt Neuromarketing als echtes Buzzword in der Branche. Aber hat die Disziplin wirklich Zukunftspotenzial? Roland Albrecht, Geschäftsführer der Heidelberger Markenberatung GoYa, hält in seinem Gastbeitrag auf HORIZONT Online ein Plädoyer gegen vermeintliche Wahrheiten zum Thema und fragt sich: Ist der Konsument durch Neuromarketing lesbarer geworden? Bietet es uns objektive wissenschaftliche Erkenntnisse? Ist es Neu-Orientierung oder Neuro-Mythologie?

8. Twitter testet TV Timelines in Deutschland

Während der Ausstrahlung der ersten Folge von "Schulz und Böhmermann" hat Twitter hierzulande die Funtion "TV Timelines" gestartet, mit der der Kurznachrichtendienst Tweets zu einer TV-Sendung bündelt und auch nicht angemeldeten Nutzern zugänglich macht. Laut "Netzfeuilleton.de" ist die Funktion bislang nur in der Twitter-App auf iOs verfügbar.
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