Connected Jersey Mit diesen Trikots will Nike Fans zu Kunden machen

Mittwoch, 20. September 2017
Connected Jersey: Nur das Smartphone an den NFC-Chip halten, und schon gibt es exklusive NBA-Angebote
Connected Jersey: Nur das Smartphone an den NFC-Chip halten, und schon gibt es exklusive NBA-Angebote
© Nike

Fan-Incentivierung gilt als ein wirksamer Hebel im Sponsoring. Wie man das Ganze mit fortschrittlicher Technologie verbinden kann., zeigt aktuell Nike: Der US-Sportartikler verkauft Trikots von NBA-Teams mit integriertem Chip, den der Träger mit seinem Smartphone scannen kann. Anschließend bekommt der Fan Zugang zu exklusivem Material aus der US-Basketballliga oder Produkten wie Tickets oder Sportbekleidung. Nike wäre allerdings nicht Nike, wenn nicht auch die Kampagne für das Connected Jersey ein absoluter Hingucker wäre.
Der Spot, den das Unternehmen auf Youtube sowie in sozialen Netzwerken verbeitet, wartet mit dem aus vielen Nike-Spots bekannten düsteren Setting auf - und mit jeder Menge Prominenz: Zu den Stars, die in dem 60-Sekünder auftauchen, gehören Kevin Durant von den Golden State Warriors, Paul George von den Oklahoma City Thunder und Demar DeRozan von den Toronto Raptors. De Botschaft, die der Spot transportiert: Mit dem Connected Jersey ist man nur eine Smartphone-Berührung von seinem Lieblingsspieler entfernt. 
Wer ein Trikot mit dem integrierten NFC-Chip (NFC: Near Field Communication) besitzt, braucht zusätzlich noch die NikeConnect-App. Darin können die Fans nach einer Berührung des Chips mit ihrem Smartphone exklusives Material freischalten, etwa Videos davon, wie die Spieler vor einem Spiel an der Arena ankommen oder doie Spotify-Playlists der NBA-Stars. Außerdem, und hier sieht Nike direkte Absatzchancen, können sich die Nutzer neue Produkte noch vor deren offiziellem Verkaufsstart sichern. Die Trikots sollen ab 29. September weltweit verfügbar sein, Fans können aber jetzt schon eine E-Mail-Benachrichtigung abonnieren. Den Fan nur während eines Sportereignisses anzusprechen, ist bei Sponsoren zwar eine beliebte Methode, allerdings eine mit Tücken. Denn in diesem Moment will sich der Fan auf das Event konzentrieren - und nicht mit Werbe-Botschaften bombardiert werden. Dementsprechend schwierig ist es für Sponsoren, den richtigen Moment zu finden, um "die letzte Meile" zum Fan zu überwinden.
Nike: Come out of nowhere
Bild: Nike

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Fans für ihre Loyalität und für Interaktionen mit ihren Lieblingsstars zu belohnen, gilt hierfür als wirksames Instrument. Denn man kann Fan auf diese Weise auch dann ansprechen, wenn sie aufnahembereit für Werbe-Botchaften sind. Im Gegensatz zum "normalen" Kunden ist der Fan immer Fan - und deswegen theoretisch auch permanent offen für Botschaften seines Vereins oder Lieblings-Athleten. Nike hat mit dem Connected Jersey eine geschickte Methode zur Fan-Incentivierung gefunden.

Nike ist mit Beginn der Saison 2017/18, die am 17. Oktober beginnt, offizieller Sponsor der NBA. Der US-Sportartikler löste Adidas ab, das seit 2006 Partner der NBA war. Der neue Deal gilt acht Jahre und bringt der Liga angeblich rund eine Milliarde Dollar. Vor wenigen Wochen hatte Nike die NBA-Trikots für die neue NBA-Saison präsentiertire
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