Clevere Cross-Promotion Warum McDonald's für Coca-Cola wirbt, ohne seinen Namen zu verraten

Mittwoch, 19. April 2017
McDonald's wirbt in den USA aktuell mit vier Spots, in denen der Markenname nicht verraten wird
McDonald's wirbt in den USA aktuell mit vier Spots, in denen der Markenname nicht verraten wird
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In der vergangenen Woche sorgte Burger King für Aufsehen, als das Fastfood-Unternehmen in einem Werbespot den Sprachassistenten von Google Home kaperte - und der Suchmaschinenkonzern das so gar nicht lustig fand. Erzrivale McDonald's legt in den USA jetzt eine clevere Kampagne vor, die die Adressaten ganz direkt dazu aufruft, Google zu benutzen. Und dazu braucht die Marke nicht mal ihren Namen zu verraten.
In den insgesamt vier Spots spricht die Schauspielerin und Komödiantin Mindy Kaling ("The Office", "The Mindy Project") - passenderweise in gelbem Kleid vor roter Kulisse - die Zuschauer direkt an und fordert sie dazu auf, in der Google-Suche "That place where coke tastes so good" einzugeben. In zwei Commercials begrüßt sie zudem einen Getränke-Experten sowie einen Mitarbeiter von McDonald's - natürlich ohne dessen Identität zu verraten. Am Ende der Spots steht schließlich das aktuelle Produktangebot, nach dem die Coca-Cola in sämtlichen Filialen und allen Größen aktuell nur einen US-Dollar kostet.
Bemerkenswert bei der von We Are Unlimited entwickelten Kampagne ist aber nicht nur die Tatsache, dass der Burger-Riese laut eigenen Angaben erstmals Werbung schaltet, in der der eigene Markenname nicht genannt wird. Die Spots, mit denen McDonald's das Produkt eines Lizenzpartners - und nicht etwa das eigene Burger-Sortiment oder ein spezielles Menü - bewirbt, basieren auch auf einem Phänomen, das seit Jahren in Internetforen diskutiert wird und auch schon von zahlreichen Medien aufgegriffen wurde: Schmeckt Coca-Cola in den McDonald's-Filialen wirklich besser als überall sonst?
Mit dieser Strategie will das Unternehmen vor allem die junge Zielgruppe ansprechen, die es gewohnt ist, TV und Smartphone gleichzeitig zu nutzen. Und die durchaus überraschende Antwort, die die Nutzer über die Google-Suche erhalten, dürfte nicht gerade weniger Besucher in die Burger-Restaurants locken.
Die Spots sind konsequenterweise weder auf dem offiziellen Youtube-Kanal von McDonald's zu sehen noch auf den Social-Media-Seiten der Marke auf Facebook, Instagram und Co. tt
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