Burger King Die großartig skurrile Mockumentary über Whopper-Süchtige in Frankreich

Dienstag, 21. Juni 2016
In Frankreich entstand nach 1997 eine Parallelwelt voller Whopper-Süchtigen
In Frankreich entstand nach 1997 eine Parallelwelt voller Whopper-Süchtigen
© Buzzman
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Frankreich Burger King Buzzman Simon Levene MEC


15 Jahre lang gab es in Frankreich keine Burger-King-Filialen - 1997 zog sich die Fast-Food-Kette aus dem Land der Haute cuisine zurück und eröffnete erst 2012 wieder einen eigenen Laden. Was in diesen dunklen Jahren, während des schockierenden "Whopper Blackout", mit vielen Franzosen passierte, zeigen Burger King und seine Leadagentur Buzzman nun in einer herrlich skurrilen Mockumentary.
Wir schreiben den 31. Dezember 1997, in Frankreich toben Szenen, wie sie die Welt nur selten gesehen hat: Wütende Menschen ziehen durch die Straßen, frustrierte Franzosen weinen um ihr Lieblingsrestaurant, auf der Pariser Place de la Bastille werden Erinnerungen an die Revolution von 1789 wach. Der Grund: Burger King schließt in Frankreich seine Pforten und stürzt so eine ganze Generation an Fast-Food-Fans ins Tal der Tränen. Mit schockierenden Folgen für die Grande Nation, wie nun die sehenswerte Mockumentary "Whopper Blackout" zeigt.
In den hervorragend produzierten sieben Minuten (Produktion: Why Us, Regie: Simon Levene) zeigen Burger King France und die Agentur Buzzman furchtbare Einzelschicksale: Da ist der Whopper-Süchtige, der mit seiner Mutter in den letzten 24 Stunden vom finalen Shutdown durch Frankreich fuhr und nun noch rund 400 Burger in der hochgesicherten Tiefkühltruhe lagert. Da ist die Flugbegleiterin, die ihre Lininenflüge nach London zum Schmuggel von Fast-Food missbrauchte. Und da ist der Dealer, der abrupt von Marihuana auf Mayonnaise umstieg und so selbst den französischen Präsidenten mit der heißen Ware versorgte.
Eine verzweifelte junge Französin auf der Suche nach der Droge Whopper
Eine verzweifelte junge Französin auf der Suche nach der Droge Whopper (Bild: Buzzman)
Das Archivmaterial zeigt aber auch, wie groß der Jubel unter den Franzosen war, als Burger King 2012 wieder einen Laden eröffnete - so kommt der Film zu seinem Happy End und der Burger-Brater zur gewünschten Marketingbotschaft. Erneut gelingt es der verantwortlichen Agentur Buzzman so, mit überraschenden Mitteln kreative Geschichten zu erzählen. Für die Mediaplatzierung zeichnet die Agentur MEC verantwortlich. In Deutschland gab es kürzlich übrigens eine Mockumentary im ganz ähnlichen Stil: Kolle Rebbe warb mit dem "Wunder von Wuppertal" für das Internet- und Mobilfunknetz von O2. fam
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