Apple Diese bewegende Mutter-Sohn-Geschichte wird zum Viral-Hit in China

Montag, 12. Februar 2018
Apple erzählt in dem Spot eine bewegende Mutter-Sohn-Geschichte
Apple erzählt in dem Spot eine bewegende Mutter-Sohn-Geschichte
© Screenshot Youtube
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China Apple iPhone Peter Chan


Fast 4000 Kilometer liegen zwischen Nanning in Chinas Süden und dem kalten Harbin im Norden des Landes. Mit dem Zug benötigt man für die Strecke sechs Tage. Auf Basis dieser langen Reise erzählt Apple im Zuge seiner "Shot on iPhone X"-Kampagne jetzt eine tieftraurige Mutter-Sohn-Geschichte. Im Reich der Mitte ist der siebenminütige Film bereits ein echter Viralhit.
1,5 Millionen Views auf Youtube in einer Woche sind für eine Marke wie Apple nicht besonders viel. Im Fall von "Three Minutes", der von dem chinesische Starregisseur Peter Chan allein mit dem iPhone X gedreht führte, spielt die Plattform aber nur eine untergeordnete Rolle. Schließlich ist Youtube in China zensiert, seit 2009 haben nur Menschen in Hongkong, Macau und Taiwan Zugriff auf die Website. Eine größere Aussagekraft haben da schon die Zahlen aus dem sozialen Netzwerk Weibo: Dort bewegt der Werbefilm die Massen und kommt in wenigen Tagen bereits auf über 40 Millionen Views. "Three Minutes" erzählt die laut Apple wahre Geschichte einer Mutter, die an den Feiertagen um das chinesische Neujahrsfest als Zugbegleiterin auf der Strecke zwischen Nanning und Harbin arbeitet. Um ihren kleinen Sohn während der Feiertage wenigstens ein Mal zu sehen, arrangiert die Protagonistin ein Treffen mit ihm und ihrer Schwester. Das Problem: Für das emotionale Wiedersehen bleiben Mutter und Sohn nur maximal drei Minuten, während der Zug in ihrer Heimatstadt hält. Und die laufen ganz anders ab, als die Mutter es sich vorstellt. Am Ende des Films steht die Botschaft: "Every minute of a reunion is worth keeping."

Der Apple-Film überzeugt nicht nur mit einer herausragenden Storyline und einem Spannungsbogen, der dem Zuschauer die emotionale Reise der Mutter ganz nahe bringt. Dazu besetzt die Marke mit dem Fokus aufs chinesische Neujahrsfest ein Thema, dass die Menschen in China dieser Tage bewegt wie kein zweites. Denn Millionen Menschen treten um den 16. Februar herum weite Heimreisen an, um bei ihren Familien zu sein. Mit "Three Minutes" würdigt Apple vor allem auch die Menschen, die während der Feiertage arbeiten und so erst möglich machen, dass Familien zusammen sein können.

Auffällig ist zudem, dass während des siebenminütigen Clips kein einziges Mal ein iPhone X (oder ein anderes Apple-Produkt) zu sehen ist. Stattdessen verlässt sich der Tech-Riese ganz auf die Strahlkraft seines Markenlogos und die Tatsache, dass der Film mit der neuesten Generation des Smartphone-Flaggschifs gedreht wurde. Überhaupt dürfte es der Apfel-Marke mit dem Aufschlag darum gehen, sein Image im Reich der Mitte aufzuwerten und die iPhone-Absatzzahlen wieder anzukurbeln. Schließlich hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren in China viele Marktanteile gegenüber Marken wie Huawei verlorentt
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