Allegro-Weihnachtsfilm Das neue "Heimkommen" kommt in diesem Jahr aus Polen

Mittwoch, 30. November 2016
Bardzo und Allegro rühren mit ihrem Weihnachtsfilm, in dem ein älterer Mann fleißig Englisch lernt, zu Tränen
Bardzo und Allegro rühren mit ihrem Weihnachtsfilm, in dem ein älterer Mann fleißig Englisch lernt, zu Tränen
© Screenshot Youtube

H&M, Apple, John Lewis, die spanische Weihnachtslotterie, Heathrow Airport, Otto - die Liste der Marken, die auch 2016 wieder mit emotionalen Weihnachtsfilmen aufwarten, ließe sich noch lange fortführen. Der vielleicht herzergreifendste Spot kommt in diesem Jahr aber aus Polen.
Ausgedacht haben sich den Film mit dem Titel "Angielski" (deutsch: "Englisch") die Internet-Auktionsplattform Allegro, die in Polen immer noch Marktführer vor Ebay ist, und deren Kreativagentur Bardzo. Der Zuschauer begleitet in dem Dreiminüter einen älteren, offenbar allein lebenden Mann, der sich über Allegro ein Englisch-Sprachlernset für Anfänger bestellt hat. Und egal ob zuhause im Wohnzimmersessel, in der Badewanne oder im Bus - überall paukt er fleißig Basiswissen der für ihn fremden Sprache. Als der Protagonist dann noch ein zweites Paket mit einem Koffer erhält, ist das der Startschuss für eine der wohl ersten Reisen, die der Mann in seinem langen Leben je unternommen hat. Und die führt ihn und die Handlung des Commercials zu ihrem zu Tränen rührenden Höhepunkt. Ähnlich wie es Edeka und Jung von Matt im vergangenen Jahr mit "Heimkommen" gelungen ist, schaffen es Bardzo und Allegro mit ihrem Film um einen Großvater, der zum ersten Mal sein Enkelkind trifft, für eine echte kreative Überraschung zu sorgen. Dabei entfaltet "Angielski" genauso wie "Heimkommen" seine Wirkung ganz am Ende, als es nach dem gekonnten Spannungsaufbau zur genauso überraschenden wie bewegenden Auflösung kommt. Und zahlreiche Sprachlern-Dienstleister dürften sich jetzt ärgern, dass nicht sie auf diese großartige Idee gekommen sind, um ihr Produkt emotional aufzuladen.

Bei Bardzo in Warschau zeichnen Kreativchef Hubert Stadnicki, Ania Kowalczyk-Nowak (Copywriter), Wiktor Pietrzak (Art Director) und Rafał Kuźma (Graphic Design) verantwortlich. Produziert wurde der Film von Cut Cut unter der Regie Jesper Erisctam. Die Postproduktion übernahm Stage 2. tt
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