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Umfrage

von Bettina Sonnenschein,
Redakteurin Reports und Specials

Vergissmeinnicht: Wie ein TV-Spot im Gedächntis bleibt

Seite 1/3
21.02.2013

Wann bleibt ein TV-Spot am besten im Gedächtnis, welche Rolle spielt das Programmumfeld und welche Trends lassen sich hierbei derzeit ausmachen? HORIZONT hat bei Mediaplanern nachgefragt.
 

Klaus-Peter Scharpf, Director Business Planning Mindshare, Frankfurt

Welche Rolle spielt das Programmumfeld für die Werbewirkung und wie hat sich diese Rolle in den vergangenen Jahren verändert? Zur Rolle des Programmumfelds gibt es zwei Hauptlager. Die einen sehen die Hauptaufgabe von TV darin, Kontakte zu liefern, wobei das Umfeld zweitrangig ist. Für die anderen ist das Umfeld von großer Bedeutung als potenzieller Imageträger. Für beides gibt es gute Argumente. Da Fernsehen eine freiwillige Freizeitbeschäftigung ist, kann man davon ausgehen, dass das jeweils konsumierte Programm gefällt und den Bedürfnissen entspricht. Damit würde sich jedes Umfeld qualifizieren. Andererseits belegen Studien, dass Umfelder zu unterschiedlichem Involvement führen und damit eine höhere Wirkungschance versprechen. In diesem Kontext rückt in den letzten Jahren die Verweildauer zunehmend in den Fokus. Der zentrale Vorteil dieser Größe besteht darin, dass sie über Daten des AGF TV-Panels täglich und für alle Umfelder produzierbar ist und unmittelbar in die Mediaplanung einfließen kann. Die Rolle des Programmumfelds hat sich damit nicht verändert, sehr wohl aber die Auseinandersetzung damit.
Welche inhaltlichen und Formattrends machen Sie bei Fernsehwerbung derzeit aus? Von klaren Trends kann man wahrscheinlich nicht sprechen. Es gibt aber Tendenzen dahingehend, dass vermehrt Geschichten erzählt werden beziehungsweise Gefühlswelten inszeniert werden. Damit rückt zunehmend der Nutzungskontext eines Produktes in den Vordergrund und weniger die informative Beschreibung von konkreten Produkteigenschaften. Es wird also versucht, emotional zu überzeugen und weniger argumentativ. Das Produkt wird zum Imageträger. Hier kann allerdings auch die Gefahr bestehen, dass die Geschichten beziehungsweies die dargestellten Lebenswelten in ihrer Aufmerksamkeit das Produkt überlagern oder die Verbindung zwischen Produkt und Lebenswelt nicht immer schlüssig nachvollziehbar ist.
 


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